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Grunderwerb

Stuttgarter Gutachten

Die Entschädigungsansprüche für Eigentümer von Grundstücken orientieren sich an spezieller topografischer Situation Stuttgarts

Das Bewertungsverfahren orientiert sich an zwei Modellen, die sich in der Rechtsanwendung in zahlreichen anderen Städten bewährt haben und dort auf breiter Basis von allen Betroffenen akzeptiert wurden: dem so genannten Münchener Verfahren, das beim dortigen U-Bahnbau entwickelt wurde, und der Praxis des Frankfurter Gutachterausschusses, die auf Erfahrungen in 13 Städten mit ähnlichen Tunnelbauten basiert.

Das "Stuttgarter Gutachten" wurde an die spezielle topografische Situation und die Grundstückswertverhältnisse der Landeshauptstadt Stuttgart angepasst. So geht es zum Beispiel bei der Unterfahrungstiefe über das Münchener Verfahren hinaus, denn es berücksichtigt vier verschiedene Tiefenlagen: bis 15 Meter, bis 30 Meter, bis 60 Meter und über 60 Meter. Es unterscheidet auch, in welchem Umfang das Grundstück durch die Unterfahrung in Anspruch genommen wird: bis zu einem Drittel, bis zu zwei Dritteln und über zwei Drittel.

Ein weiterer Unterschied zu den anderen Modellen besteht darin, dass in allen Fällen eine Mindestentschädigung gezahlt wird, also auch bei einer Unterfahrung in einer Tiefe von mehr als 60 Meter. Das "Stuttgarter Gutachten" sieht außerdem eine besondere Entschädigung vor, wenn die Unterfahrung die bauliche Nutzung des Grundstücks beeinträchtigt.

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Stuttgarter Gutachten

Bewertungsverfahren, nach dem Eigentümer entschädigt werden, wenn ihre Grundstücke durch Stuttgart-21-Tunnel unterfahren werden

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