Die Architektur

ein bahnhof für das 21. jahrhundert

Visualisierung: Aldinger & Wolf
Der Durchgangsbahnhof ist im Vergleich zum jetzigen Kopfbahnhof um 90 Grad gedreht und tiefer gelegt. Der historische Bonatzbau mit seinem stadtbildprägendem Empfangsgebäude, dem Turm und dem Arkadengang bleibt das Entree der neuen Verkehrsstation. Die großen Lichtaugen schaffen in der unterirdischen Bahnhofshalle eine helle, angenehme Atmosphäre. Über der Bahnhofshalle entsteht ein großer, klar konturierter Platz, der Straßburger Platz, der in die Parklandschaft des Schloßgartens integriert ist. Er verbindet den Kurt-Georg-Kiesinger-Platz und den Schloßgarten in der einen sowie den Bonatzbau und den neuen Stadtteil in der anderen Richtung.

Das Konzept des neuen Hauptbahnhofs Stuttgart basiert auf dem Entwurf der Architekten Ingenhoven, Overdiek, Kahlen und Partner, heute: ingenhoven architects, aus Düsseldorf, für den das Preisgericht am 4. November 1997 einstimmig votierte.

Architekt Ingenhoven: "Der Bahnhof wird immer der Bonatzbau bleiben.
                                            In Zukunft muss man nur 6 Meter nach unten zu den Gleisen."
 

Vortrag des Architekten Ingenhoven

vom 27.04.2009 – im Haus der Architekten, Stuttgart (Film von Hans Walendy)

Die Architektur schafft Helligkeit – auch in der tiefer liegenden Bahnhofshalle. Durch die Lichtaugen mit den Wölbungen und Öffnungen kann sich das Tageslicht bis zu 14 Stunden gleichmäßig im Inneren verteilen. In der Dämmerung und Dunkelheit wird die helle Unterseite der Schalendecke als Reflexionsfläche für die künstliche Beleuchtung genutzt. Dadurch kommt die Charakteristik des Raumes bei Tag und Nacht gleichermaßen zur Geltung.

Im aufragenden Randbereich der Lichtaugen befinden sich teils verdeckt, teils sichtbar, öffenbare Bereiche. Damit tragen diese auch zur Be- und Entlüftung der Bahnhofshalle bei. Eine wichtige Aufgabe kommt ihnen im Rahmen des Rettungskonzeptes zu: Öffnungen sowohl im Glasbereich als auch auf der Rückseite der Lichtaugen sorgen dafür, dass der Rauch im Falle eines Brandes direkt nach oben aus der Halle heraus strömt. Dieser Vorgang wird durch die Hallenhöhe von etwa zehn bis zwölf Metern begünstigt. Die angrenzenden Bahnsteigbereiche bleiben hierdurch rauchfrei.

Das Typische des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs – seine erdüberdeckte Betonschalenkonstruktion und die gleichmäßig verteilten Lichtaugen mit seinen öffenbaren Bereichen – ermöglicht eine natürliche Raumklimatisierung ohne zusätzliche Energiezufuhr. Anders als bei übergroßen Glasflächen heizt sich die Bahnhofshalle mit ihren größenoptimierten Lichtaugen nicht übermäßig auf. Das angrenzende Erdreich kühlt im Sommer auf natürliche Weise, gleichzeitig wird die Bahnhofshalle über die Schub-Bewegungen der ein- und ausfahrenden Züge sowie eine Durchströmung mit der kühleren Tunnelluft (im Hochsommer durchschnittlich 10°C bis 20°C) belüftet. Die isolierende Wirkung des Erdreichs wirkt sich auch im Winter positiv aus: Bei einer Minimaltemperatur von rund 10°C in der Bahnhofshalle (die erst bei einer Außentemperatur von ca. -20°C erreicht wird) kann auf eine künstliche Heizung voraussichtlich verzichtet werden.

Infrastruktur

Der neue Hauptbahnhof Stuttgart wird leistungsstärker.

 
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Anbindung an die Stadt

Der zentrale Verkehrsknotenpunkt mitten in der City.

 
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Bauphasen

Die geplanten Bauabschnitte.

 
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Geschichte

Vom Bonatzbau bis heute.

 
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