Ein Tunnel – drei Baustellen
Beim Bau des neuen Fildertunnels wird aufgrund der geologischen und wasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen an drei Stellen gleichzeitig gearbeitet: Zusätzlich zu den „Anfahrbaugruben“ an Hauptbahnhof und Filderportal (Tunnelenden) entsteht ein Zwischenangriffspunkt an der Sigmaringer Straße. Dort treiben die Bautrupps so genannte Querstollen in die Tiefe und arbeiten sich Schritt für Schritt zu den Tunnelenden vor. An allen Baustellen sorgen ausgefeilte Baulogistikkonzepte während der gesamten Bauzeit dafür, dass Anlieferung von Baustoffen und Abtransport von Erdreich sowohl die Anwohner und den öffentlichen Verkehr als auch die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Vor allem im sensiblen Bereich der Stuttgarter City kann der Transport so ohne Beeinträchtigung des Verkehrs in der Innenstadt ablaufen.
Baulogistik auf den Fildern
Die „Anfahrbaugrube“ am Filderportal und der Sigmaringer Straße werden mit Lkws angefahren. Zur Entlastung der Fildergemeinden fahren die Laster über die B 27 und die Mittlere Filderstraße auf kürzestem Wege zur Autobahn A 8.
Baustelleneinrichtungsfläche Filderportal
An beiden Enden des Fildertunnels sowie an der Sigmaringer Straße werden Flächen für verschiedenste Baustelleneinrichtungen bereitgestellt. Ähnlich wie auf diesem Plan für das Filderportal dargestellt, sehen auch die anderen Baustellen aus.
 |
| Grafik: DB AG | |
Im Einzelnen wird die Baustelleneinrichtungsfläche am Filderportal eine Zwischendeponie zur Lagerung von ca. 10.000 Quadratmetern Ausbruchmaterial (1), eine Betonmischanlage (2) und ein Materiallager von etwa 1.050 Kubikmeter (3) umfassen. Außerdem sind mehrere Baubüros (4), Parkplätze, ein Absetz- und ein Rückhaltebecken (5), eine Neutralisations- (6) und eine Notstromanlage (7) auf dem Areal vorgesehen. Um eine Verschmutzung der öffentlichen Fahrbahn durch Transportfahrzeuge zu vermeiden, werden alle Baustraßen asphaltiert.