In acht Minuten durch die Erdgeschichte
Die Verfahren des Tunnelbaus richten sich vor allem nach den geologischen Gegebenheiten, den Baugrundverhältnissen und den Überdeckungen. Am Beispiel des 9,5 Kilometer langen Fildertunnels lassen sich die verwendeten Tunnelbauverfahren gut erklären.
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| Grafik: Deutsche Bahn | |
Der Fildertunnel durchquert alle am Rand des Stuttgarter Talkessels vorliegenden geologischen Schichten und ist neben dem neuen Stuttgarter Hauptbahnhof eine der wichtigsten Baumaßnahmen des Bahnprojekts.
Der Tunnel ist Teil der neuen Hochgeschwindigkeitstrasse nach Ulm, die die Landeshauptstadt mit den südlich gelegenen Fildern und dem Flughafen verbindet. Bei einer maximalen Steigung von 2,5 Prozent überwindet der Fildertunnel auf einer Länge von rund 9,5 Kilometern einen Höhenunterschied von ca. 150 Metern. In Zukunft durchfahren die Züge auf ihrem Weg vom Hauptbahnhof auf die Filder in nur acht Minuten die geologischen Schichten Gipskeuper, Mergel, Sandstein und Filderlehm. Nach gründlichen Bodenuntersuchungen wurde die optimale Höhenführung für die unterirdische Neubaustrecke festgelegt.