Glossar

Fahrstraßenausschluss

Zahlreiche Gleisüberkreuzungen machen Fahrbahnauschlüsse zum Alltag
Auf Fahrstraßen fahren Züge in Bahnhöfen von einem Start- zu einem Zielpunkt. Dabei werden insbesondere alle benötigten Weichen in eine definierte Lage gebracht und verriegelt, bevor schließlich ein Signal die Fahrt in diesen Abschnitt freigibt. Ein Fahrstraßenausschluss liegt vor, wenn zwei Fahrstraßen nicht zur selben Zeit eingestellt sein dürfen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn ein Gleisabschnitt von beiden Fahrstraßen benötigt wird. Der tagtägliche Betrieb im bestehenden Stuttgarter Hauptbahnhof wird durch zahlreiche Fahrstraßenausschlüsse behindert. 

 

Feste Fahrbahn

Feste Fahrbahn auf der Strecke Nürnberg–Ingolstadt / Bild: Wikipedia Jailbird
Eine Feste Fahrbahn ist ein Gleisbett, das nicht aus Schotter, sondern aus festen Elementen aus Beton oder Asphalt besteht.
Alle Fern- und Regionalbahntunnel des Projekts Stuttgart 21 erhalten eine Feste Fahrbahn, die zur Evakuierung und Rettung auch von Straßenfahrzeugen befahren werden kann.

 

 

Filstalbahn

Ein ICE windet sich durch die schwierige Topografie entlang der Filstalbahn / Bild: Aldinger&Wolf
Die Filstalbahn ist eine Bahnstrecke, die von Stuttgart über Plochingen und Göppingen nach Ulm führt. Sie ist knapp 93 Kilometer lang und wurde 1850 eröffnet.

 

 

Finanzierungsvereinbarung

Die Finanzierungsvereinbarung ist ein Vertrag über die Finanzierung und Durchführung von Planung und Bau des Projektes. Sie wurde abgeschlossen zwischen allen Projektpartnern. Diese sind das Land Baden-Württemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart, die Flughafen Stuttgart GmbH, die DB Netz AG, die DB Station&Service AG, die DB Energie GmbH und die Deutsche Bahn AG.

Freivorbauverfahren

Freivorbauverfahren, Beispiel anhand der Filstalbrücke
Das Freivorbauverfahren ist ein Brückenbauverfahren, bei dem der Brückenkasten vom fertig gebauten Pfeiler aus beidseitig vorgebaut wird. In früheren Planungen war vorgesehen im Abschnitt 2.2 der Neubaustrecke die Filstalbrücke im Freivorbauverfahren zu erstellt. Im weiteren Planungsverlauf wurde für dieses Bauwerk jedoch die Baumethode
 "Vorschubrüstung" gewählt.

Gäubahn

Die Gäubahn ist eine 148,5 Kilometer lange Eisenbahnstrecke von Stuttgart in Richtung Zürich führend. Baubeginn war im Jahre 1866. Der innerstädtische Teil in Stuttgart führt über Hügel und ist nur langsam befahrbar. Aufgrund der Aussicht auf den Stuttgarter Talkessel wird die Gäubahn auch Panoramabahn genannt.

Geißlinger Steige

Die Geißlinger Steige ist ein Teil der Filstalbahn, die von Stuttgart nach Ulm führt. Die Steige überwindet auf 5,6 Kilometer Strecke einen Höhenunterschied von 112 Metern und beinhaltet teilweise sehr kleine Kurvenradien.

Gipskeuper

Gipskeuper ist ein alter Ausdruck für eine geologische Schicht. In dieser kommen überwiegend Ton, Salze und auch Anhydrit vor.

Gleisbett

Das Gleisbett ist Teil des Oberbaus und trägt die Schienen. Es hat die Aufgabe die Last der Fahrzeuge aufzunehmen und Vibrationen abzubauen. Es kann aus Schotter bestehen oder moderner als Masse-Feder-System gestaltet sein und besitzt quer zu den Gleisen liegende Schwellen aus Holz, Stahl oder Beton.

Gleisvorfeld

Gleisvorfeld des Stuttgarter Hauptbahnhofes / Bild: Stadtmessungsamt Stuttgart
Das Gleisvorfeld bilden die zwischen den Bahnsteiggleisen und den anschließenden Streckengleisen liegenden Weichen. Im Stuttgarter Kopfbahnhof stellen mehrere hundert Weichen im Gleisvorfeld die Verbindung zwischen den 17 Bahnsteiggleisen und den fünf anschließenden Fern- und Regionalbahngleisen sowie vier S-Bahn-Gleisen her. 

 

 

Große Schalterhalle

große Schalterhalle des Bonatz-Baus
Die Große Schalterhalle des Bonatz-Baus beinhaltet unter anderem das Reisezentrum der Deutschen Bahn. Sie liegt ebenerdig mit der Königstraße und bildet den wichtigsten Eingang in den Stuttgarter Hauptbahnhof. Der größte Teil der Reisenden betritt die große Schalterhalle durch den Aufgang aus der Arnulf-Klett-Passage.

 

Grundwassermanagement

Pump- und Reinigungsanlagen des Grundwassermanagements von Stuttgart 21
Das Grundwassermanagement (GWM) dient der Verwaltung des während des Baubetriebes abgepumpten Grundwassers. Es ermöglicht die Regulierung des Grundwasserspiegels und somit den aktiven Schutz des Mineralwassers. Das GWM besteht aus einer zentralen Fläche mit Pumpen und Reinigungseinrichtung, einem etwa 17 Kilometer langem Leitungsnetz und zahlreichen Infiltrationsbrunnen.

H-Trasse

Die Heimerl-Trasse (H-Trasse) wurde von Prof. Gerhard Heimerl erarbeitet und 1988 erstmals vorgestellt. Sie ist die konzeptionelle Grundlage der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm.

Hektar

Ein Hektar (ha) ist ein Flächenmaß und entspricht 10.000 Quadratmetern. Dies ist der Flächeninhalt eines Quadrates mit 100 Meter Seitenlänge. Ein gewöhnlicher Fußballplatz hat eine Fläche von 0,714 Hektar

Heslacher Tunnel

Heslacher Tunnel / Bild: Wikipedia WJournalist
Der Heslacher Tunnel ist ein Straßentunnel der im Süden Stuttgarts liegt und teilweise Anhydrit durchquert. Er beinhaltet zwei Spuren und ist gut 2,3 Kilometer lang. Die Eröffnung des gesamten Tunnels war 1991.

 

 

Hohltaube

Hohltaube / Bild: Wikipedia jim.gifford
Die Hohltaube ist ein häufig vorkommender Zugvogel der auch in Stuttgart lebt.

 

 

 

 

 

Integraler Taktfahrplan

In einem integralen Taktfahrplan werden die Ankunfts- und Abfahrtszeiten verschiedener Linien aufeinander abgestimmt. Damit entstehen kurze Umsteigezeiten zwischen verschiedenen Zügen und weiteren Verkehrsmitteln.

Juchtenkäfer

Juchtenkäfer / Bild: Wikipedia Siga
Der Juchtenkäfer ist ein seltener und unauffälliger Käfer, der in durch Fäule entstandenen Baumhöhlen lebt und diese oft sein Leben lang nicht verlässt. Er kommt auch in den Stuttgarter Parkanlagen vor. Eine Auflage zur Fällung der Bäume im Mittleren Schloßgarten war die Umsiedelung eventueller Brutlarven des Juchtenkäfers.

 

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