Was kostet die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm?

Der Finanzierungsrahmen für die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm (NBS) liegt bei 2,89 Milliarden Euro.

Die NBS ist Bestandteil der Aus- und Neubaustrecke Stuttgart-Augsburg und im Bedarfsplan des Bundes als Projekt "im vordringlichen Bedarf", also der höchsten Einstufung, verzeichnet. Daher obliegt die Finanzierung nach dem Bundesschienenwege-Ausbaugesetz (BSchwAG) dem Bund.

Die NBS dient aber auch dem Land Baden-Württemberg, seine Aufgaben zu erfüllen
– nämlich ein ausreichendes Verkehrsangebot im Schienenpersonenverkehr zu schaffen. Mit seiner Beteiligung an der NBS verbessert das Land Baden Württemberg auch seine Wirtschaftsstruktur. Durch seine finanzielle Beteiligung sichert das Land zudem eine gleichzeitige Fertigstellung von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm.

Die Finanzierung

Das Land Baden-Württemberg stellt für das Projekt 950 Millionen Euro als festen Baukostenzuschuss zur Verfügung. Der Bau des Projekts wird zunächst aus diesen Mitteln finanziert, ab dem Jahr 2016 stellt der Bund dann die Anschlussfinanzierung sicher. Hierfür sind rund 1.940 Millionen Euro vorgesehen. Dieser Anteil reduziert sich um den EU Anteil von 101 Millionen Euro. Wie bei  Bedarfsplanvorhaben üblich trägt die Bahn Planungskostenanteile. Bei der NBS sind dies 75 Millionen Euro.

Eigenmittel der Deutschen Bahn AG

Sollte bereits vor Beginn des Jahres 2016 der Baukostenzuschuss des Landes verausgabt sein, setzt die Deutsche Bahn zur Sicherung des Projektfortschritts Eigenmittel bis zu einer Höhe von 130 Millionen Euro ein, die ab 2016 vom Bund als Baukostenzuschuss zurückgezahlt werden.

Kostensteigerungen
Kostensteigerungen des Projekts, die sich im Laufe der Bauzeit etwa durch Preissteigerungen ergeben können, werden ausschließlich vom Bund getragen. Etwaige Zuschüsse der Europäischen Union für das Projekt, so genannte TEN-Mittel (TEN=Trans-Euopean Network), reduzieren den Anteil des Bundes.

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