Glossar

P-Option

Die P-Option ist eine von mehreren Ausbauvarianten, die in der Planung des Projekts Stuttgart 21 bereits berücksichtigt wurden. Zwei Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt würden dabei aus dem Tunnel Bad Cannstatt zwei Gleise ausgefädelt und über den Pragtunnel nach Feuerbach geführt werden.

Paul Bonatz

Das Empfangsgebäude des bestehenden Hauptbahnhofs wurde von den Architekten Paul Bonatz (1877–1956) und Friedrich Eugen Scholer (1874–1949) entworfen und gebaut.

Planfeststellungsabschnitt

Großprojekte werden in der Regel in einem Planfeststellungsverfahren genehmigt. Dabei werden die aufwändigen Vorhaben meist in mehrere Planfeststellungsabschnitte (PFA) unterteilt.
Stuttgart 21 ist in sieben PFA untergliedert, die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm in sechs.

Platane

Die Platane ist ein Laubbaum, der in Deutschland nicht heimisch, jedoch häufig in Städten und Parkanlagen zu finden ist. Platanen werden zwischen 25 und 50 Meter hoch und etwa 300 Jahre alt. Die Platane hat Blätter ähnlich denen des Ahorns, ist von diesem jedoch gut anhand ihrer regelmäßig abblätternden Rinde zu unterscheiden. In Stuttgart stehen zahlreiche Platanen, im Unteren Schloßgarten gibt es eine große Platanenallee.

 

 

Prellbock

Ein Prellbock ist eine Art des Gleisabschlusses. Alle Gleise, die im Kopfbahnhof enden, sind mit Prellböcken ausgerüstet. Diese sind so konstruiert, dass sie im Falle eines Zusammenstoßes mit einem Zug möglichst viel Energie aufnehmen und den Zug abbremsen können.

Querbahnsteighalle

Die Querbahnsteighalle ist der Bereich zwischen der Außenwand der Kopfbahnsteighalle und den Prellböcken.

Rahmenplan

Der Rahmenplan stellt die Grundzüge  der städtebaulichen Planungen für die frei werdenden Flächen da und wurde im Juli 1997 verabschiedet. Er repräsentiert politischen Willen und wird erst im Zuge der Bauleitplanung rechtsverbindlich. So sind weitgehende Anpassungen im Rahmen der aktuell laufenden offenen Bürgerbeteiligung möglich.

Rahmenvereinbarung

Die Rahmenvereinbarung wurde 1995 zwischen Bund, Land, Stadt, Regionalverband und Deutsche Bahn AG geschlossen. Sie regelte Projektziele und Finanzierugsanteile und wurde im späteren Verlauf immer weiter modifiziert und konkretisiert.

Raumordnungsverfahren

Der Beschluss der Raumordnung. Ein Raumordnungsverfahren hat die Aufgabe, die Übereinstimmung eines Vorhabens mit den Zielen und Grundsätzen der Raumordnung und der Landesplanung zu überprüfen.

rechnerischen Inflationsfortschreibung

Der Bund unterstellt bei großen Infrastrukturprojekten eine "rechnerische Inflationsfortschreibung", d.h. in regelmäßigen Zeitspannen werden die Projekte individuell "real" neu bewertet. Die Bahn pflegt als AG eine kaufmännische Sichtweise und schreibt solche Projekte mit einem rechnerischen "Nominalisierungswert" in ihren Büchern fort. Da der Bund diese Mehrkosten trägt, wird er auch kontinuierlich hierüber informiert.

Rohrer Kurve

Die Rohrer Kurve ist eine 0,8 Kilometer lange Eisenbahnstrecke, die im Rahmen von Stuttgart 21 entsteht. Sie verbindet bei Stuttgart-Rohr die Filderbahn in westlicher Richtung mit der Gäubahn Richtung Süden.

S-Bahn-Station Mittnachtstraße

Die S-Bahn-Station Mittnachtstraße ist eine neue S-Bahn-Station, die zwischen der Station Hauptbahnhof und der Station Bad Cannstatt liegen wird. Sie erweitert damit die Stammstrecke aller S-Bahn-Linien um eine Station nach Norden.

Schildvortrieb

Die Tunnelvortriebsmaschine löst mit einem rotierenden Schneidrad das Gestein, welches durch die Maschine hindurch abtransportiert wird. Nach Auffahren einer festgelegten Strecke wird die Maschine angehalten und in ihrem rückwärtigen Bereich der Hohlraum mit Fertigteilen, den sogenannten Tübbings, ausgekleidet. Nachdem eventuelle Hohlräume zwischen Gebirge und Tübbins vergresst sind, ist der Tunnelrohbau hier abgeschlossen. Um den nächsten Abschnitt aufzufahren, stützt sich die TVM mit Hydraulikpressen an den Tübbings ab.

 

 

 

Schwallbauwerk

Schwallbauwerke stehen an verschiedenen Stellen des neuen Bahnknotens. Sie können den Luftdruck, den schnellfahrende Züge vor sich aufbauen aus den Tunneln ableiten. Zudem sind sie mit Ventilatoren ausgerüstet und können im Notfall aktiv belüften.

Scopingverfahren

Scoping ist die Definition von Aufgaben- oder Untersuchungsumfängen in komplexen Planungs-, Management- und Herstellungsprozessen. In Planungsprozessen sind bei bestimmten Bauvorhaben im Planungsverlauf Untersuchungen über die Auswirkung des Projektes auf die Umwelt in der EU gesetzlich vorgeschrieben. Um diese Umweltberichte oder Umweltprüfungen möglichst effektiv durchführen zu können, wird im Scoping der Untersuchungsraum (räumlich) und Untersuchungstiefe (inhaltlich) zuvor festgelegt. Das Scoping ist nach EU-Richtlinie seit 1997 gesetzlich vorgeschrieben. Umgesetzt wird die Regelung in Deutschland in § 4 BauGB, § 5 UVPG und im Bundesnaturschutzgesetz. Wichtig ist bereits der „Scoping-Termin“. Vertreter verschiedener Behörden treffen sich dort bereits mit den nach dem Bundesnaturschutzgesetz anerkannten Naturschutzverbänden und eingeladenen Experten.

Spritzbetonbauweise

Die Spritzbetonbauweise ist eine Tunnelbaumethode, bei der das Gebirge unmittelbar nach dem Ausbruch mit Stahl und Spritzbeton gesichert wird. Im Gegensatz zum Schildvortrieb passieren die Arbeiten weitestgehend im Baggervortrieb.

 

 

 

Stahlbeton

Stahlbeton ist ein Verbundwerkstoff der aus den beiden Komponenten Stahl und Beton besteht. Diese haben unterschiedliche Belastungseigenschaften und ergänzen sich zu einem leistungsfähigen Baustoff.

 

 

 

 

 

Straßburger Platz

Als Straßburger Platz wird die frei werdende Fläche hinter dem Bonatz-Bau bezeichnet. Sie wird gleichzeitig das Dach der neuen Bahnsteighalle sein als auch ein nutzbarer Landschaftsraum. Ihr wesentliches Merkmal wird der aufragende Teil der Lichtaugen sein.

 

 

T-Spange

Die T-Spange ist eine von mehreren Ausbauvarianten, die in der Planung des Projekts Stuttgart 21 bereits berücksichtigt wurden. Dabei würde eine direkte S-Bahn-Verbindung zwischen dem Nordbahnhof und dem Bahnhof Bad Cannstatt geschaffen. 

Taktschiebeverfahren

Das Taktschiebeverfahren ist ein Bauverfahren für Brücken. Dabei wird der Brückenkasten sukzessive gebaut und von einem Widerlager aus über die schon bestehenden Brückenpfeiler geschoben.

 

 

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