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Gemeinderat: Stuttgart 21 - öffentliche Sitzungen

Dokumente 16.11.2016

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Aktueller Projektstand - Manfred Leger - 15.11.2016

  • Kosten und Finanzierung - Peter Sturm - 15.11.2016


  • Brandschutz Stuttgart 21 - Klaus Jürgen Bieger - 15.11.2016


  • Leistungsfähigkeit des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs - Peter Sturm, Dr. Florian Bitzer - 26.10.2016

Bestätigung für Leistungsfähigkeit und Brandschutz
bei Sitzungen des Stuttgart 21-Ausschusses des Gemeinderats

Die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH (PSU) hat den Unterausschuss Stuttgart 21 des Gemeinderats der Landeshauptstadt Stuttgart in zwei jeweils fünfstündigen Sondersitzungen umfänglich über zentrale Aspekte des Projekts informiert. Dabei sind auch die Leistungsfähigkeit des künftigen Bahnknotens Stuttgart sowie das Brandschutzkonzept für den Durchgangsbahnhof bestätigt worden.

In der ersten Sitzung am 26. Oktober unterstrich Dr. Florian Bitzer, Leiter Fachbereich Projektbeteiligte, Umwelt bei der PSU, die Leistungsfähigkeit von Stuttgart 21: "Der neue Bahnknoten ist zukunftsfähig und bietet Potenzial weit über den absehbaren verkehrlichen Bedarf hinaus." Die im Vergleich zum heutigen Kopfbahnhof deutlich höhere Leistungsfähigkeit resultiert demnach insbesondere aus vier Faktoren: Künftig stehen acht statt fünf anschließende Streckengleise zur Verfügung, ein- und ausfahrende Züge behindern sich nicht mehr gegenseitig und können viel schneller ein- und ausfahren; zudem ermöglicht die leistungsfähige Leit- und Sicherungstechnik dichtere Zugfolgen. Die gegenüber dem heutigen Kopfbahnhof deutlich erhöhte Leistungsfähigkeit wurde in der Sitzung auch von Gerd Hickmann,  für den Schienenverkehr zuständiger Abteilungsleiter im Ministerium für Verkehr, und von Wolfgang Arnold, Vorstand der Stuttgarter Straßenbahnen AG, bestätigt.

Bei der zweiten Sitzung am 15. November erklärte Klaus-Jürgen Bieger, Brandschutzbeauftragter der Deutschen Bahn AG und
Leiter Sicherheit und Qualität bei der PSU: "Stuttgart bekommt den sichersten unterirdischen Bahnhof und Eisenbahntunnel nach dem neuesten Stand der Technik." Sein Fazit begründete Bieger damit, dass das Entrauchungssystem das sicherste sei, dass je in
Deutschland in einen Bahnhof eingebaut wurde. Zudem sei das Entfluchtungssystem absolut behindertengerecht und habe eine Sicherheitsreserve von einhundert Prozent. Das innovative Löschwasserversorgungssystem sei das Beste, das je in einen deutschen Tunnel eingebaut worden sei. Dr. Frank Knödler, Leiter der Stuttgarter Feuerwehr, zeigte sich zufrieden mit dem auch auf Ansinnen der Landeshauptstadt optimierten Brandschutzkonzept.

Manfred Leger, Sprecher der PSU-Geschäftsführung, erläuterte den Stadträten den Projektstatus und betonte anhand einiger Meilensteine den in diesem Jahr erreichten Baufortschritt im Bahnprojekt Stuttgart-Ulm: Im Frühjahr wurde zwischen den Stuttgarter Stadtteilen Wangen und Untertürkheim der Neckar erstmals überhaupt mit einem Verkehrsweg unterfahren, im Juni begann die Tunnelvortriebsmaschine "Suse" ihre zweite Schildfahrt für den Bau des Fildertunnels, im September erfolgte die Grundsteinlegung für den künftigen Stuttgarter Durchgangsbahnhof, im November gelang der Durchbruch mit einer Tunnelvortriebsmaschine am Ende des 8.806 Meter langen Boßlertunnels und steht am 22. November der Durchschlag des 5.940 Meter langen Albabstiegstunnels am Ulmer Hauptbahnhof an. Am 19. Dezember schließlich wird in der Landeshauptstadt der erste Tunneldurchschlag des Projekts Stuttgart 21 gefeiert werden: Eine Tunnelröhre aus Richtung Bad Cannstatt kommt am Nordkopf des künftigen Hauptbahnhofs am Fuße des Kriegsbergs an.

Leger erklärte, dass bei Stuttgart 21 zwei Jahre Verzug aufzuholen seien, um die Inbetriebnahme 2021 nicht zu gefährden. Er dankte der Landeshauptstadt für ihre Unterstützung bei einem Workshop zur Baubeschleunigung. Die dort angepeilten Maßnahmen ließen hoffen, den Bau des künftigen Bahnhofs um zumindest ein Jahr zu beschleunigen.

Peter Sturm, Geschäftsführer für Vertrags- und Risikomanagement bei der PSU, bekräftigte die nach einer umfänglichen Bestandsaufnahme getroffene Aussage, dass Stuttgart 21 innerhalb des Finanzierungsrahmens von 6,526 Milliarden Euro gebaut werden kann. Diese Einschätzung teilt das vom Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG in Auftrag gegebene unabhängige Gutachten der Ernst Basler und Partner AG sowie der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft  AG.   

 

Auf den Seiten der Stadt Stuttgart finden Sie weitere Dokumente dazu.
26. Oktober 2016
Leistungsfähigkeit und die Ausbaumöglichkeiten für ÖPNV und Regionalverkehr

15. November 2016

Baufortschritt, Brandschutz, Finanzierung

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