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Bau des Kunstrasenplatzes kann fristgerecht beginnen

Bahn übergibt Sportgelände der SG 07 Untertürkheim

Stuttgart, 30.03.2017

Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH macht das Gelände des bisherigen Fußballplatzes der SG 07 Untertürkheim fristgerecht frei, so dass die Firma Bonasch Sportstättenbau mit dem Bau des Kunstrasenfeldes beginnen kann. Die Bahn hatte die Fläche für Injektionsarbeiten in Anspruch nehmen müssen, um nach einem Wassereintritt beim Vortrieb den Überdeckungsbereich des künftigen Tunnels Obertürkeim abzudichten. 

Der Platzsperre vorausgegangen war ein Stopp der Vortriebsarbeiten im Tunnel Obertürkheim in diesem Bereich. Die Vortriebsmannschaft war am Abend des 3. September 2016 unter der Albert-Dulk-Straße auf Grundwasser führende Schichten gestoßen, mit der Folge, dass Wasser in die Röhre eindrang. Um die von der Tunnelfirste aus gemessen 18 Meter hohe Überdeckung abzudichten, musste die Bahn das Fußballfeld und angrenzende Tennisplätze der SG 07 Untertürkheim in Anspruch nehmen. Das Injizieren von Zementpaste zur Stabilisierung des Untergrunds verlief zügiger als angenommen und war bereits am 24. März beendet. Die Übergabe des Platzes an die Firma Bonasch Sportstätten ist dadurch ebenso früher erfolgt als geplant. Dank der Unterstützung der benachbarten Vereine konnte der Spiel- und Trainingsbetrieb in der Saison 2016/2017 aufrechterhalten werden. Die SG 07 Untertürkheim kann zudem aller Voraussicht nach auch in diesem Jahr ihr hochkarätig besetztes Jugendfußballturnier veranstalten, an dem schon Nachwuchsteams des FC Bayern München und von Borussia Mönchengladbach teilgenommen haben. Die DB Projekt Stuttgart–Ulm hatte alles ihr Mögliche unternommen, um die Austragung des Turniers nicht zu gefährden.

Dr. Martin Schairer (Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart): „Die Sportverwaltung der Stadt Stuttgart freut sich, dass durch die Maßnahmen und die Unterstützung der Bahn der Sportbetrieb aufrecht erhalten werden konnte, und dass für die SG 07 Untertürkheim nahtlos ein neues und gutes Sportgelände entsteht.“

Hilmar Meier (Vorsitzender der SG 07 Untertürkheim): „Die Bahn hatte sich einen sportlichen Termin gesetzt und hat sich als fairer Partner erwiesen. Es ist toll, dass die Übergabe zur Wiederherstellung unseres Sportplatzes an die Firma Bonasch nun sogar früher als geplant erfolgen kann. Unser Dank gilt auch der Baufirma, die dieses mit großem Engagement möglich gemacht hat. Stolz bin ich darauf, wie unaufgeregt unsere SGUler mit dieser unausweichlichen Situation umgegangen sind.“

Jörg Hamann (Leiter Kommunikation der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH): „Wir wissen es sehr zu schätzen, wie besonnen der Vorstand und die Mitglieder der SGU auf diese für den Verein so missliche Situation reagiert haben. Wir standen in der Pflicht, alles dafür zu tun, die Fläche fristgerecht zur Wiederherstellung des Sportplatzes zu übergeben. Nun wünschen wir auch der Firma Bonasch gutes Gelingen, damit das bedeutende Jugendturnier der SGU wie vorgesehen am 24. und 25. Juni auf dann neuem Kunstrasen stattfinden kann.“

Andreas Dörfel (Teamleiter im Projektabschnitt 1.6a von der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH): „Seit den ersten Gesprächen mit der SG 07 Untertürkheim war klar, dass die Injektionsmaßnahmen unter Hochdruck ausgeführt werden müssen, damit der enge Zeitplan gewahrt werden kann. Wir haben dann mit der Firma Stump ein Unternehmen gewonnen, das diesen engen Terminplan als Ansporn gesehen und unter anderem während des Dauerfrosts im Januar Herausragendes geleistet hat. Der Dank gilt jedoch auch den beteiligten Vereinen und der Stadt Stuttgart, ohne die diese Leistung nicht möglich gewesen wäre. Wir hoffen nun auf einen sicheren Vortrieb etwa 15 Meter unter dem Fußballplatz.“

Dietmar Bonasch (Stephan & Dietmar Bonasch GmbH): „Bereits seit 40 Jahren besteht der Kontakt zwischen dem Sportverein SG 07 Untertürkheim und unserem Unternehmen. Vor circa 40 Jahren haben wir die Tennisanlage neu gebaut, sowie vor zehn Jahren den Umbau des Tennenplatzes in einen Kunstrasensportplatz ausgeführt. Wir freuen uns, dass wir mit den gleichen Arbeiten nochmals beauftragt wurden. Unser Ziel ist es, die kurze Bauzeit für die Sanierungsarbeiten am Kunstrasensportplatz einzuhalten.“


Die knapp 5,5 Kilometer lange Zuführung aus Ober- und Untertürkheim bildet bei der Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart einen Teil des quasi Schienenrings für Züge des Fern- und Regionalverkehrs, der die Bereiche Neckar, Fils und Rems mit dem künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof verbindet. Gefahren wird dort mit bis zu 160 Stundenkilometern.

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