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Bahn reicht Planfeststellungsantrag für S21-Abstellbahnhof ein

Stuttgart, 07.04.2017

DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH rückt für den Bau von Abstellflächen in Untertürkheim, Bad Cannstatt/Münster und Obertürkheim Lärmschutz in den Vordergrund

Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH hat am heutigen Freitag, 7. April 2017, die Unterlagen für die Planfeststellung des Abschnitts 1.6b „Abstellbahnhof in Untertürkheim“ beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht. Dabei stellt die Bahn den Lärmschutz für Anwohner in den Vordergrund.

Im Planfeststellungsabschnitt 1.6b werden der Abstellbahnhof Untertürkheim sowie Abstellanlagen in Münster und Obertürkheim neu gebaut. Dabei werden im Bereich des Abstellbahnhofs Untertürkheim auch die Streckengleise in Richtung Kornwestheim sowie zum Anschluss an die Neubaustrecke Stuttgart–Mannheim verlegt: Der Abstand zu diesen Gleisen, die vorrangig vom Güterverkehr genutzt werden und heute nahe der Wohnbebauung der Augsburger Straße liegen, beträgt künftig etwa 100 Meter mehr. Auch auf der Verbindung vom Bahnhof Untertürkheim zur Strecke nach Waiblingen wird sich der Abstand zur schutzbedürftigen Bebauung deutlich vergrößern. Damit werden die ursprünglichen Planungen aus den Jahren 2009 und 2014 zum Wohle der Anwohner deutlich verbessert: Die Schallemissionen aus dem Schienenverkehr werden großräumig gemindert.


Immissionsrichtwerte werden eingehalten


Im Wartungsbahnhof in Untertürkheim werden auch Betriebsanlagen für die Reinigung und Instandhaltung von Zügen errichtet werden. Eine Untersuchung zu den von diesen Anlagen ausgehenden Geräuschimmissionen kommt zu dem Ergebnis, dass im gesamten Einwirkungsbereich der Anlage die Immissionsrichtwerte gemäß der technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) eingehalten bzw. unterschritten werden.

Für das Abstellen von Zügen sind in Münster/Bad Cannstatt vier Gleise und in Obertürkheim zwei Gleise vorgesehen. Die Anlagen werden alle auf derzeit ungenutzten Bahnflächen errichtet. Damit können in der Regel Eingriffe in nicht bahneigene Grundstücke vermieden werden.

Baulärm- und Staubimmissionen werden sich im Zuge der Bauarbeiten nicht ganz vermeiden lassen. Da außer Hochbaumaßnahmen zur Errichtung von Gebäuden im Bereich des Wartungsbahnhofs im Wesentlichen Gleisbauarbeiten vorgesehen sind, ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass die Immissionen das jeweils zulässige Maß überschreiten. Sollte dies ausnahmsweise kurzzeitig etwa bei Arbeiten in Nachtsperrpausen doch der Fall sein, werden die Anwohner darüber rechtzeitig und umfassend informiert.

Um den Anforderungen des Artenschutzes gerecht zu werden, sind verschiedene Maßnahmen geplant. So ist für die Mauereidechsenpopulation ein Ersatzhabitat in den Esslinger Weinbergen vorgesehen. Die abschließende Klärung erfolgt im förmlichen Verfahren.


Minimale Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr

Der S-Bahn-Verkehr bleibt von den Baumaßnahmen weitgehend unberührt. Lediglich in Obertürkheim wird für den Teilersatz der Bahnsteigunterführung der Bahnsteigzugang für einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen gesperrt werden müssen. Dann wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Mit Einreichung der Unterlagen für den Planfeststellungsabschnitt „Abstellbahnhof Untertürkheim“ ist der letzte Abschnitt des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm in den Genehmigungsprozess beim Eisenbahn-Bundesamt gegangen. Im Planfeststellungsverfahren befindet sich außerdem der Planfeststellungsabschnitt 1.3b mit der Anbindung des Flughafens über die Gäubahn. Alle übrigen Abschnitte des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm sind bereits planfestgestellt.

Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH hatte die Anwohner bereits im November 2016 im Rahmen einer frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit bei einer Veranstaltung in der Sängerhalle Untertürkheim über ihre Pläne im Planfeststellungsabschnitt 1.6b des Projekts Stuttgart 21 umfänglich informiert.

Abstellbahnhof Untertürkheim, PFA 1.6b - Infoveranstaltung
Wartungsbahnhof und Abstellanlagen Prüfung der Belange des Schallschutzes

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