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Bischof Fürst segnet am Barbaratag Mineure des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm

Tunnelbauer begehen den Namenstag ihrer Schutzpatronin mit Andachten und Feiern

Stuttgart, 05.12.2017

Rund 17 Kilometer Tunnelvortrieb seit dem letzten Barbaratag • Tunnelvortriebsmaschine „SUSE“ zur dritten Schildfahrt gestartet • Geschäftsführer Leger: „Im Fildertunnel nächster Meilenstein in Sicht“

Alten Bergmannstraditionen folgend haben die Auftragnehmer der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH heute mit ihren Mineuren und Mitarbeitern den Namenstag der Heiligen Barbara gefeiert.

Manfred Leger, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart– Ulm GmbH, dankte den Mineuren anlässlich des Barbaratags für ihre Arbeit im vergangenen Jahr: „Über das gesamte Projekt gesehen sind über 60 Prozent des Vortriebs geschafft, und nach dem Start der dritten Schildfahrt von Tunnelvortriebsmaschine ,SUSE‘ im Fildertunnel ist mit der Ankunft im Tal im nächsten Sommer der nächste Meilenstein in Sicht. Die Ingenieure und Mineure können stolz sein auf das, was sie rund um die Uhr leisten.“

Am Tag der Heiligen Barbara wird auf den Tunnelbaustellen nicht gearbeitet, stattdessen finden Andachten und Feiern statt, bei denen der Schutzpatronin der Bergleute gedacht wird.

Bischof erinnert an Schicksal der Heiligen Barbara

Alle bergmännisch gegrabenen Tunnel des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm haben eine Tunnelpatin, die traditionell als irdische Stellvertreterin der Heiligen Barbara fungiert. Die Patinnen sollen Glück bringen und ihre schützenden Hände über die Bergleute halten.

An die Geschichte der Heiligen Barbara selbst hat am Montag der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, erinnert. Der Legende nach sei die Heilige Barbara im 3. Jahrhundert wegen ihrer Hinwendung zum Christentum in einem Turm eingesperrt worden. „In der bedrückenden Enge des Turms hat ihr Gott den Weg durch den Fels gewiesen“, sagte der Bischof während des Gottesdiensts in der Wendekaverne des Fildertunnels. Jeder Mensch brauche Fürsprache und Schutz, betonte Gebhard Fürst und segnete die Mineure.

Einer der irdischen Stellvertreterinnen der Heiligen Barbara ist Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg hat das Patinnenamt für den kürzlich begonnen Albvorlandtunnel zwischen Wendlingen und Kirchheim unter Teck übernommen. „Von ihrer Patronin, der Heiligen Barbara, erhoffen sich die Bergleute und Mineure Schutz, Beistand und Geborgenheit. Auch ich als Tunnelpatin erbitte diesen Beistand für Sie – die am Bau des Albvorlandtunnels beteiligten – sehr gerne und aus voller Überzeugung. Denn Ihre Arbeit, das, was Sie Tag für Tag hier unter schwierigen Bedingungen leisten, verdient höchsten Respekt“, sagte die Tunnelpatin in einem Grußwort anlässlich der Barbarafeier.

Vortriebsmaschine hat im unteren Fildertunnel 120 Meter zurückgelegt


Bereits vor dem Barbaratag hat die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH einen wichtigen Abschnitt beim Tunnelbau in Angriff genommen. Die Tunnelvortriebsmaschine „SUSE“ ist in der ersten Novemberhälfte zur dritten Schildfahrt gestartet, um die 3600 Meter lange Weströhre des unteren Fildertunnels aufzufahren. Voraussichtlich im Frühsommer 2018 wird die Tunnelvortriebsmaschine – ein wichtiges Etappenziel – das Tal erreichen, dort gewendet werden und dann bergauf mit der vierten und letzten Schildfahrt beginnen. Für dieses Manöver wurde kürzlich die eigens dafür vorgesehene, sogenannte Wendekaverne fertiggestellt.

Inzwischen sind etwa 120 Meter vorgetrieben, dabei wurden 60 Tübbingringe verbaut. Beim maschinellen Vortrieb erfolgt die Sicherung des hergestellten Tunnelquerschnitts kontinuierlich, indem gekrümmte Betonfertigteile, sogenannte Tübbinge, verlegt werden. Sieben Tübbinge ergeben einen Ring, der wiederum den kompletten Querschnitt auskleidet. Alle Arbeitsgänge – Ausbruch des Gesteins und Tübbingeinbau – erledigt die Tunnelvortriebsmaschine.

Rund 17 Kilometer Tunnelvortrieb seit dem letzten Barbaratag Seit dem Barbaratag


2016 haben die Mineure im Projekt rund 17 Kilometer Tunnel vorgetrieben. Im Projekt Stuttgart 21 sind 34.447,68 Meter (28.11.2016: 22.698,94 Meter) von insgesamt 58.810,10 Metern Tunnel vorgetrieben, auf der Neubaustrecke sind 39.043,73 Meter (28.11.2016: 33.924,73 Meter) von insgesamt 61.591,80 Metern Tunnel geschafft. (Stand: 27.11.2017)

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