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Suche nach Kampfmitteln in Untertürkheim

Arbeiten während der Herbstferien

Stuttgart, 24.10.2018

Um die Tunnelröhren der Untertürkheimer Kurve sicher bauen zu können, wird die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH den Untergrund der Benzstraße westlich der Eisenbahnbrücke über die Arlbergstraße auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg untersuchen (Kampfmittelsondierung).

Dafür wird wegen des dann geringeren Verkehrsaufkommens der Zeitraum während der Herbstferien von Samstag, 27. Oktober, bis einschließlich Sonntag, 4. November 2018, genutzt. Es wird rund um die Uhr gearbeitet, um die Bohrungen innerhalb dieses Zeitfensters abschließen zu können.

830 Bohrungen sind notwendig
Einzelne Fahrbeziehungen im Bereich der Kreuzung Mercedes-, Benz- und Arlbergstraße werden dabei zeitweise nicht möglich sein. Umleitungsstrecken werden ausgeschildert.

Nach Auswertung der Sondierung kann es gegebenenfalls erforderlich werden, Verdachtsflächen freizulegen, um sicher ausschließen zu können, dass es sich um Kampfmittel handelt. In diesem Fall erfolgen die weiteren Schritte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden.

Im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm nähert sich der Vortrieb in der Untertürkheimer Kurve seiner letzten Phase vor Erreichen der Oberfläche. Die Tunnelbauer haben – vom Zwischenangriffsstollen an der Ulmer Straße in Stuttgart-Wangen gesehen – auch das Stadtbad Untertürkheim mit beiden Röhren des Tunnels in Richtung Untertürkheim passiert. Der Vortrieb für die Untertürkheimer Kurve steigt nun im weiteren Verlauf an und nähert sich dem oberirdischen Bahngelände, was Kampfmittelsondierungen notwendig macht.

Die Realisierung des Projekts Stuttgart 21 erfolgt in dringendem öffentlichen Interesse. Im Sinne einer zügigen und wirtschaftlichen Realisierung des Projekts ist unter anderem ein verzögerungsfreier Tunnelvortrieb in Untertürkheim erforderlich. Dafür ist es notwendig, auch in den Nachtstunden zu arbeiten. Das Konzept der Bahn ermöglicht es, dass die Beeinträchtigungen für Straßenverkehr und Anwohner auf ein zeitliches Mindestmaß beschränkt sind. Ansprechpartner zu Fragen des Immissionsschutz sind über die BauInfo der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH (Tel. 0711 213 21 212 oder bauen@stuttgart-ulm.de) erreichbar.