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Bahn baut Stollen im Lehrer Tal in Ulm, von dem aus die Haupttunnelröhren vorgetrieben werden

Albabstiegstunnel

Stuttgart | Kommunikationsbüro, 28.02.2014

Lockerungssprengungen ab Montag, 3. März, möglich

Auf der Baustelle des Albabstiegstunnels im Lehrer Tal in Ulm können für die Deutsche Bahn AG ab Montag, 3. März 2014, Lockerungssprengungen zum Ausheben von felsigem Baugrund erforderlich werden. Dies schafft die Voraussetzungen für den Bau eines Stollens, von dem aus die Haupttunnelröhren des Albabstiegstunnels vorgetrieben werden. Die Baustelle befindet sich nahe der Kreuzung von Bundesstraße 10 und Berliner Ring (Kreisstraße 9915).

Zurzeit laufen die Aushubarbeiten im Geländevoreinschnitt für den Stollen. Bisher wurde überwiegend lockeres Material angetroffen. Es ist jedoch bereits erkennbar, dass mit fortschreitender Aushubtiefe der Felsanteil zunimmt und in Kürze auch massiver, unverwitterter Fels vorkommen kann. Dieser soll mit Lockerungssprengungen gelöst werden.

Durch die Lockerungssprengungen kann es insbesondere im Bereich des Lehrer Tals zu erhöhten Lärmpegeln kommen. Die Sprengarbeiten, die an Werktagen zu den üblichen Arbeitszeiten ausgeführt werden, erleichtern und verkürzen die notwendigen Aushubarbeiten und reduzieren dadurch die Lärm- und Staubemissionen, die sonst ganztägig durch Meißelarbeiten entstehen würden. Die Bahn ist bemüht, die von den Bauarbeiten ausgehenden Beeinträchtigungen für Anwohner so gering wie möglich zu halten.

Für die von den Bauarbeiten betroffenen Anwohner steht die Bauüberwachung vor Ort unter der Mobiltelefonnummer 0160 / 8227039 zur Verfügung. Darüber hinaus sind Immissionsschutzexperten der Bahn über die Hotline der BauInfo Stuttgart–Ulm unter der Telefonnummer 0711 21321-212 sowie der Emailadresse [email protected] Tag und Nacht erreichbar. Zudem wird an der Baustelle in Kürze ein so genannter Bürgerraum eingerichtet. Hier können Betroffene Ihre Anliegen dann persönlich vortragen.

Mit dem Bau des rund 5,9 Kilometer langen Albabstiegstunnels hat die Bahn eine Arbeitsgemeinschaft aus den beiden renommierten Unternehmen Ed. Züblin und Max Bögl beauftragt. Die technische Federführung hat die Ed. Züblin AG, Stuttgart. Das Auftragsvolumen liegt bei rund 250 Millionen Euro.

Im Albabstiegstunnel mit dem Nordportal bei Dornstadt und dem Südportal in Ulm überwindet die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm etwa 95 Höhenmeter von der Albhochfläche bis hinunter zu den Gleisanlagen im Hauptbahnhof Ulm. Nachdem sich die Neubaustrecke von der parallel verlaufenden Bundesautobahn A8 südlich von Dornstadt gelöst hat, unterquert sie im Albabstiegstunnel die Rommelkaserne, führt südwestlich an Lehr vorbei und unterfährt das Lehrer Tal, bevor sie die Gleisanlagen des Hauptbahnhofs in Ulm erreicht. Der Tunnel besteht aus zwei eingleisigen Tunnelröhren, die in Abständen von 500 Metern durch insgesamt elf Querschläge miteinander verbunden werden. Der Tunnel wird in Spritzbetonbauweise gebaut. Neben dem Vortrieb vom Zwischenangriff Lehrer Tal in nördliche und südliche Richtung erfolgt der Bau auch vom Nordportal in Dornstadt aus in Richtung Süden. Die Arbeiten am Geländevoreinschnitt Dornstadt sind weit fortgeschritten, erfolgen jedoch im Lockergestein, so dass in absehbarer Zeit hier voraussichtlich keine Sprengungen erforderlich werden.

Der Bau des Stollens im Lehrer Tal ist ab April vorgesehen. Darüber wird der DB-Projektleiter Dr. Stefan Kielbassa am Mittwoch, 12. März 2014, um 19 Uhr in der Schönenberg-Halle informieren. Zu der Veranstaltung sind die Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.