Aktuelles im Detail

Bau der ersten Kelchstützen beginnt

Entstehen der charakteristischen Stützelemente

Stuttgart, 20.03.2017

Am künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof gewinnen die Arbeiten weiter an Fahrt. In zwei Bauabschnitten beginnt der Bau der für die Bahnhofshalle charakteristischen Kelchstützen. Gleichzeitig verändert sich die Wegeführung zwischen dem Oberen und dem Mittleren Schlossgarten, jedoch ohne dass Fußgänger und Radfahrer auf eine Verbindung verzichten müssen. Hand in Hand verlaufen die Bauarbeiten mit der Herstellung der künftigen Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie.

Planmäßig voran kommen auch die Tunnelbauarbeiten, die ausgehend vom Kernerviertel erfolgen. In Kürze steht hier beispielsweise der Durchschlag einer der beiden Tunnelröhren in Richtung Ober- und Untertürkheim bevor. Darüber hinaus sind die Vorbereitungen der Tunnelbauarbeiten unter dem Kernerviertel selbst in vollem Gange. Hierfür laufen bereits die Arbeiten für das Hebungsinjektionsfeld, welches die Bebauung des Kernerviertels schützen soll. Im Folgenden werden die Baumaßnahmen im Einzelnen erläutert.

Planfeststellungsabschnitt 1.1, Talquerung

Kelchstützen (Bauabschnitte 16 und 17):

Im Frühjahr 2017 beginnen zuerst im Bauabschnitt 16, etwas später im Bauabschnitt 17 die Schal- und Bewehrungsarbeiten für die Kelchfüße. Die Herstellung der Kelchfüße soll dort bis Ende September 2017 beendet sein. Die Vollendung der Kelchstützen in diesen Bereichen wird bis ins Jahr 2018 andauern. Im Bauabschnitt 17 werden überdies ab April 2017 die Trogwände und künftigen Bahnsteige hergestellt.

Veränderte Wegeführung (Bauabschnitt 18):
Ende September gelten für Fußgänger und Radfahrer zwischen dem Oberen und dem Mittleren Schlossgarten neue Wegebeziehungen. Der bestehende Schlossgartensteg zwischen Ferdinand-Leitner-Steg und Biergarten entfällt und wird durch einen Personensteg – und in der Fortsetzung einen Weg – ersetzt, der vom Ferdinand-Leitner-Steg aus östlich am Planetarium vorbei in den Mittleren Schlossgarten führt. Der Rückbau des bestehenden Stegs beginnt im Oktober.

Düker Nesenbach (Bauabschnitt 19/20):
Derzeit laufen die langwierigen, weil aufwendigen Aushubarbeiten am Düker Nesenbach – aufwendig wegen der engen Querstützen zwischen den Verbauwänden der Baugrube. Hier kommt derzeit ein neuartiger Spezialbagger zum Einsatz. Noch Ende März 2017 sollen hier die Schal- und Bewehrungsarbeiten erfolgen. Zusammen mit der Verlegung der Dükerrohre und der anschließenden Verfüllung dauern diese Arbeiten bis Ende Oktober 2017. Dasselbe gilt für die Schal- und Bewehrungsarbeiten im Unterhaupt des Dükers. Im Bereich der Ableitstrecke können diese Arbeiten voraussichtlich Ende Juni 2017 abgeschlossen werden.

Künftige Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie (Bauabschnitt 22):
Nach Bodenplatte und Wänden wird im Bauabschnitt 22 derzeit in Abschnitten die Decke hergestellt. Geplant ist, den Bauabschnitt Anfang Juli der Stuttgarter Straßenbahnen AG zu übergeben, damit diese dann darüber die Tunnelblöcke der verlegten Stadtbahntrasse und die künftige Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie bauen kann.

Bauabschnitt 24 und 25:
Im Bauabschnitt 24 verschwenkt die Bahn Anfang Oktober 2017 die Zufahrten zur B 14/Willy-Brandt-Straße stadtauswärts zwecks Leitungsverlegungen auf eine Hilfsbrücke. Jenseits der B 14 laufen derzeit Gründungsarbeiten. Die Bohrpfähle sollen bis Ende September 2017 eingebracht sein. Von Oktober 2017 an werden Bodenplatte, Wände und Tunneldeckel gebaut, was voraussichtlich ein Dreivierteljahr in Anspruch nehmen wird.

Planfeststellungsabschnitt 1.2 und 1.6 a

Tunnelvortrieb:

In wenigen Tagen erfolgt im Bereich Zuführung Obertürkheim/Untertürkheim der Tunneldurchschlag in jener Röhre, in der später das Streckengleis Obertürkheim–Hauptbahnhof verläuft. Der Durchschlag in Gegenrichtung ist Ende 2017/Anfang 2018 geplant. In diesem Zug wird auch das unterirdische Verzweigungsbauwerk von Fildertunnel und Zuführung Obertürkheim/Untertürkheim fertiggestellt. In diesem Jahr soll zudem im Fildertunnel die sogenannte Wendekaverne aufgefahren werden, in der die Tunnelvortriebsmaschine zur vierten und letzten Schildfahrt Richtung Filderportal gewendet wird.

Hebungsinjektionen:
Um die Bebauung des Kernerviertels zu schützen, werden Hebungsinjektionen eingesetzt. Das Gebiet, dass damit geschützt wird, erstreckt sich von der Schützenstraße bis zum Ende des bergmännischen Tunnelvortriebs am Bauabschnitt 25. Begonnen wird mit der Herstellung der Injektionsbohrungen ausgehend vom Schacht in der Urbanstraße. Dieser wird in Kürze fertiggestellt. Die Steuerung der Hebungsinjektionen und des anschließenden Tunnelvortriebs erfolgt über Schlauchwaagen, die im Abstand von fünf Metern an tragenden Wänden von Kellergeschossen installiert werden. Die Schlauchwagen verfügen über eine Messgenauigkeit von 0,1 Millimeter. Die Messergebnisse werden dabei von einem Zentralrechner unmittelbar ausgewertet. Auf diese Weise kann einerseits eine Baugrundverbesserung vor Beginn der Tunnelbauarbeiten vorgenommen werden. Andererseits können weitere Injektionen verwandt werden, um Setzungen infolge des Tunnelvortriebs auszugleichen.

(40) Bauabschnitt 16 25.02.2017

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