Neubaustrecke Wendlingen–Ulm: Eisenbahn-Bundesamt erteilt Planfeststellungsbeschluss Albabstieg

Kommunikationsbüro | Stuttgart, 03.07.2012

Das Eisenbahn-Bundesamt hat gestern (2. Juli 2012) der Deutschen Bahn AG für die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt 2.4 "Albabstieg" zwischen Dornstadt und Ulm zugestellt. Damit liegt für nunmehr 47 Kilometer der insgesamt 60 Kilometer langen Neubaustrecke Baurecht vor.


Projektsprecher-Wolfgang_Dietrich-10.jpg Projektsprecher Wolfgang Dietrich

Wolfgang Dietrich, Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm: "Der Planfeststellungsbeschluss für den Albabstieg ist ein wichtiger Baustein für die Realisierung der Neubaustrecke. Mit Vorliegen dieses Planfeststellungsbeschlusses können wir die Bauleistungen zum Albabstiegstunnel noch in diesem Jahr ausschreiben."

Der Planfeststellungsabschnitt des Albabstiegs umfasst rund 6,6 Kilometer. Am westlichen Beginn verlässt die Neubaustrecke bei Dornstadt die parallele Bundesautobahn (BAB) A8 und führt von der Albhochfläche nach etwa 600 Metern in den Albabstiegstunnel.

Die je sechs Kilometer langen Tunnelröhren sollen ab Ende 2013 von zwei Vortriebsstandorten aus gebaut werden: vom Portal Dornstadt im Lerchenfeld bei Dornstadt sowie vom Zwischenangriff Lehrer Tal am Berliner Ring in Ulm. Der Zwischenangriffsstollen wird nach dem Auffahren der Tunnelröhren wieder verfüllt. Die Tunnelröhren werden alle 500 Meter mit Verbindungsbauwerken ausgeführt.

In Ulm wird die Neubaustrecke an den Hauptbahnhof angebunden. Dessen nördlicher Bereich liegt dabei teilweise im Abschnitt Albabstieg. Hier starten die ersten Baumaßnahmen im Stadtgebiet Ulm. Dabei wird die Bahn noch in diesem Jahr eine Baugrundsanierung im Bereich des Bahnbetriebswerkes vornehmen, landschaftspflegerische Maßnahmen unterhalb der Kienlesbergstraße durchführen sowie bahneigene Kabel entlang der bestehenden Streckengleise der Filstalbahn Stuttgart–Ulm verlegen. Östlich neben der Neutorbrücke werden zudem durch die Stadtwerke Ulm (SWU) Gasleitungen verlegt. Dies schafft dort die Voraussetzung für den ab Anfang 2013 vorgesehenen Abriss und Ersatzneubau der Eisenbahnüberführung, über die die beiden Streckengleise der Filstalbahn führen. Die neue Eisenbahnüberführung ermöglicht die Zufahrt zum Tunnelportal Ulm des Albabstiegstunnels im Bau- und im Endzustand. Die Bahn wird rechtzeitig über die anstehenden Baumaßnahmen informieren.

(1) Streckenverlauf Neubaustrecke Wendlingen–Ulm 16.04.2010