Bauschilder weisen auf die Baustelle der Neubaustrecke hin

Neubaustrecke Wendlingen–Ulm

Kommunikationsbüro | Hohenstadt, 16.05.2013

Was manchem schwabischen Häuslesbauer eine Visitenkarte, ist für öffentlich geförderte Projekte Pflicht: Neue, große Baustellen-Schilder künden entlang der Neubaustrecke des Bahnprojekt Stuttgart–Ulm von einem der größten europäischen Infrastruktur-Projekte.


20130516-PFA_2_2-Bauschilder-4-Breidenstein_Riebort.jpg Matthias Breidenstein (Projekt-Abschnittsleiter der DB ProjektBau) und Günter Riebort (Bürgermeister von Hohenstadt)

Seit Donnerstag, 16. Mai 2013 markieren und beschreiben in Hohenstadt und Gruibingen (Kreis Göppingen) große Tafeln den Bau der künftigen Hochgeschwindigkeitsstrecke, die hier den Albaufstieg bewältigt. Die Hauptfinanziers der Neubaustrecke aus Bund, Land und Europäischer Union sind hier ebenso vermerkt, wie der Projektträger, die DB ProjektBau GmbH und deren Auftragnehmer.

Vertreter der Gemeinde Hohenstadt kamen mit Bahn-Vertretern zu einer symbolischen Enthüllung des Bauschildes am künftigen Portal des Steinbühltunnels in Hohenstadt zusammen: "Bemerkenswert ist, dass wir in Hohenstadt nicht nur den geografischen, sondern auch einen ingenieurstechnischen Höhepunkt der Strecke haben“, sagte der Bürgermeister von Hohenstadt, Günter Riebort vor Ort.

Der verantwortliche Projekt-Abschnittsleiter der DB ProjektBau, Matthias Breidenstein, setzt weiter auf ein "konstruktives und vertrauensvolles Miteinander auf kommunaler Ebene". Gerade jetzt, beim Start der Hauptbaustellen, gelte es, Beeinträchtigungen für die Anwohner der umliegenden Gemeinden so gut wie möglich zu vermeiden. Seit dem 2. April sind an der Baugrube Pfaffenäcker rund 10.000 Lkw-Ladungen Felsgestein ausgehoben worden – ohne dass dabei nennenswert Ortsdurchfahrten tangiert worden sind.

Beim Albaufstieg handelt es sich um ein technisch sehr anspruchsvolles Tunnelbauvorhaben, es umfasst 16 der 60 Kilometer langen Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm. Insgesamt werden allein hier rund 27 Kilometer eingleisige Tunnelröhren gebaut.

Der Planfeststellungsabschnitt 2.2 beginnt in Aichelberg direkt mit dem 8,8 km langen Boßlertunnel, führt in zwei 500 m langen und 85 m über Talgrund geführten Talbrücken über das Filstal und wird dann in dem 4,8 km langen Steinbühltunnel weitergeführt. Den Abschluss des Abschnitts 2.2 bildet eine ca. 500 m oberirdische Strecke bei Hohenstadt. Die Tunnelröhren werden von drei Vortriebsstandorten aus gebaut. Diese befinden sich in Aichelberg und Hohenstadt, wo später auch die endgültigen Portale des Boßler- und Steinbühltunnels liegen, sowie im Umpfental beim Zwischenangriff zum Boßlertunnel in der Nähe der Tank- und Rastanlage Gruibingen. Die Tunnel werden mit Verbindungsbauwerken im Abstand von 500 Metern ausgeführt.

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