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Zerlegte „SUSE“ im Fildertunnel vollständig gewendet

Letzte Schildfahrt wird vorbereitet

Stuttgart, 19.09.2018

Die DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH hat im Fildertunnel die Tunnelvortriebsmaschine (TVM) „SUSE“ binnen weniger Tage erfolgreich gewendet. 

Das Manöver tief im Berg, für das eigens eine sogenannte Wendekaverne gegraben worden war, ging schneller vonstatten als vorgesehen. Die bauausführende Arge ATCOST 21 hatte den Schild mit samt dem Schneidrad Ende August um 180 Grad von der West- in die Oströhre des Tunnels gedreht. Dieser Vorgang wurde während der vergangenen Tage für die sechs Nachläufer der rund 120 Meter langen TVM wiederholt. „SUSE“ wird nach dem außergewöhnlichen Wendevorgang wieder zusammengebaut und startet in diesem Herbst zu ihrer letzten von vier Schildfahrten.

Im Zuge von Stuttgart 21 wurden und werden die beiden jeweils rund 9,5 Kilometer langen Röhren des Fildertunnels seit 2014 in vier Abschnitten weitgehend mit einer Tunnelvortriebsmaschine aufgefahren. Lediglich in einer kurzen geologischen Übergangszone etwa in der Mitte des Tunnels ist der Vortrieb konventionell in Spritzbetonbauweise erfolgt.

Montage der TVM zur finalen Schildfahrt läuft bereits                   

Eine TVM tief im Berg zu wenden stellt einen auch für erfahrene Mineure außergewöhnlichen Vorgang dar. Nach dem zwei Tage andauernden Wenden des Schilds Ende August 2018 konnten die einzelnen Manöver in der etwa zwölf Meter breiten und 13 Meter hohen Wendekaverne binnen weniger Tage vollzogen werden. „SUSE“ befindet sich bereits jetzt in Position und wird zurzeit von der Vortriebsmannschaft für die rund 3400 Meter lange, vierte Schildfahrt in der Oströhre montiert.

Rund sechs Kilometer der Oströhre des Fildertunnels wurden bereits von den Fildern aus vorgetrieben. Die beiden Röhren des Tunnels werden den künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof mit dem Flughafen Stuttgart und der Neubaustrecke auf den Fildern verbinden.

(1) Wendemanöver SUSE | 30.08.2018

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