Bundesrepublik Deutschland

Das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm der Deutschen Bahn AG besteht aus zwei Teilprojekten: dem Umbau des Bahnknotens "Stuttgart 21" und dem Bedarfsplanvorhaben für die Bundesschienenwege, der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm. Die Anbindung an die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist Teil des Bahnknotens Stuttgart 21.

Politische Einigung
Die Realisierung des Gesamtprojekts ist nur sinnvoll, wenn gleichzeitig beide Vorhaben begonnen und fertiggestellt werden. Mit der politischen Einigung im Juli 2007 konnten dafür die Voraussetzungen geschaffen werden.

Der Bund übernimmt mit 500 Mio. € für das Projekt Stuttgart 21 den Anteil, der für die Einbindung der Neubaustrecke in den Knoten Stuttgart auch ohne Verwirklichung von Stuttgart 21 erforderlich gewesen wäre. Darüber hinaus stellt er die Gesamtfinanzierung der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm ab 2016 sicher. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich mit einem nicht rückzahlbaren Baukostenzuschuss von 950 Mio. € an der Neubaustrecke und ermöglicht damit die vom Land gewünschte frühere Realisierung dieser Maßnahme. Die verhandelte Lösung macht es möglich, das Projekt Stuttgart 21 zu realisieren und den Baubeginn für die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm deutlich vorzuziehen.

Deutschland braucht eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur im Schienenverkehr. Die Entscheidung für das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm zeigt: In Deutschland tut sich etwas.


Teil der Magistrale
Die Neubaustrecke ist Teil der Magistrale für Europa und damit des vorrangigen Transeuropäischen Projektes Nr. 17. Mit dem Ausbau dieser Verkehrsachse rückt Europa weiter zusammen. Diese neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Wendlingen und Ulm wird zu einer weiteren Verkürzung der bereits auf den Weg gebrachten Fahrzeitverbesserungen zwischen Paris und München beitragen. Sie wird die Rolle der Schiene im Wettbewerb stärken.


Umgestaltung des Stuttgarter Bahnknotens
Mit dem Projekt Stuttgart 21 wird der Bahnknoten Stuttgart komplett umgestaltet. Der jetzige Kopfbahnhof wird durch einen tiefliegenden Durchgangsbahnhof ersetzt. Der heutige Abstellbahnhof wird nach Untertürkheim verlegt. Der Anschluss an die bestehenden Eisenbahnstrecken und die Einbindung der neuen Hochgeschwindigkeitstrecke Wendlingen–Ulm in den künftigen Eisenbahnknoten Stuttgart werden sichergestellt. Außerdem wird eine qualitativ sehr hochwertige Anbindung an den Stuttgarter Flughafen geschaffen. Das Land Baden-Württemberg, die Stadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und die Flughafen Stuttgart GmbH beteiligen sich als Aufgabenträger an der Finanzierung.

[ www.bmvi.de ]