Verband Region Stuttgart

Das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm ist ein Synergieprojekt ohne Alternative: eine gelungene Kombination von Fern- und Nahverkehr, gekoppelt mit hervorragenden Möglichkeiten der Stadt- und Regionalentwicklung. Deshalb ist der Verband Region Stuttgart Partner seit der ersten Stunde.

Speziell im Nahverkehr bringt das Projekt einen großen Nutzen für die Region Stuttgart. Kürzere Fahrtzeiten, bessere Erreichbarkeit und bequemere Verbindungen, davon profitieren die Fahrgäste und die Unternehmen aus der Region Stuttgart.


Neue Perspektiven für die S-Bahn
Der Verband Region Stuttgart beteiligt sich mit 100 Millionen Euro an dem Projekt, genauer gesagt am Anteil für den regionalen Schienenverkehr. Denn Stuttgart 21 schafft neue Perspektiven für die
S-Bahn, die in der Verantwortung des Verbands Region Stuttgart liegt. Immerhin um die 330.000 Menschen sind täglich mit der S-Bahn unterwegs. Die neue S-Bahn-Station Mittnachtstraße, zwischen dem Stuttgarter Nordbahnhofsviertel und dem neuen Rosensteinviertel gelegen, erschließt das künftige Stadtquartier. Außerdem ermöglicht sie einen einfacheren Umstieg von Feuerbach in Richtung Bad Cannstatt ohne den Umweg über den Hauptbahnhof.

Das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm eröffnet aber auch Zukunftsoptionen, die über den Fertigstellungszeitraum des Projekts hinausreichen. Die S-Bahn könnte eines Tages direkt von Bad Cannstatt zum Nordbahnhof fahren. Für die Leistungsfähigkeit des S-Bahn-Netzes werden Erweiterungsmöglichkeiten zumindest als Option der Zukunft gesichert werden. Eine langfristige Option entsteht, wenn zum Beispiel der Fernverkehr nicht mehr durchs Neckar- und Filstal, sondern überwiegend über die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke parallel zur Autobahn 8 nach Ulm rollt. Dann wäre eine Schienenverbindung von Sindelfingen/Böblingen über den Filderbahnhof, die Neubaustrecke und die geplante S-Bahn-Strecke nach Kirchheim/Teck, Plochingen oder Nürtingen denkbar. Damit hätten wir eine Tangentialverbindung zwischen dem Arbeitsplatzschwerpunkt im Südwesten der Region und den Zentren im Südosten.

Wirtschaftskraft der Region Stuttgart
Die Vorteile leuchten ein, werden Sie jetzt vielleicht denken. Aber muss man für das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm gleich 4,8 Milliarden Euro ausgeben? Für viele Menschen sind dies schwindelerregende Summen. Man muss aber auch die Wirtschaftskraft der Region Stuttgart sehen. Die Region Stuttgart hat jährlich eine Bruttowertschöpfung von knapp 100 Milliarden Euro. Während der achtjährigen Bauzeit erwirtschaftet die Region Stuttgart also rund 800 Milliarden Euro. Gemessen daran stellen die Ausgaben für das Projekt gerade mal 0,6 Prozent dar. Und die Investitionen werden von vielen starken Schultern getragen: Bundesrepublik Deutschland, Deutsche Bahn, Land, Landeshauptstadt und Region Stuttgart.

[ www.region-stuttgart.org ]