Zuführung Ober-/Untertürkheim | PfA 1.6a

Überblick

Der Tunnel Obertürkheim zweigt aus dem Fildertunnel ab und teilt sich unter dem Neckar in die Richtungen Ober- und Untertürkheim. Neue Gleise führen auch entlang des Abstellbahnhofs und stellen über die IR-Kurve Verbindungen von und nach Waiblingen her. Dadurch kann der Hauptbahnhof aus Waiblingen über den Schienenring von beiden Seiten angefahren werden.


Der Tunnel Obertürkheim zweigt nördlich des Bahnhofs Obertürkheim aus der bestehenden Strecke ab, unterquert den Neckar und führt auf direktem Weg über Wangen und Stuttgart-Ost zum neuen Hauptbahnhof. Die beiden je 6 km langen und weitgehend mit 160 km/h befahrbaren Röhren verkürzen dabei den Weg um rund zwei Kilometer. Unter dem Neckar fädeln zwei vom Abstellbahnhof Untertürkheim und von Waiblingen kommende Gleise höhenfrei (ohne das Gleis der Gegenrichtung zu kreuzen) ein.

 

 


In Obertürkheim geht die Kurve Obertürkheim des Tunnels Ober-/Untertürkheim in das Bestandsnetz über. Dafür werden die letzten Meter des Tunnels in Grubenbauweise gefertigt. Die Strecke liegt zunächst in einem Trogbauwerk in Tieflage und wird über eine Rampe auf Normalniveau gebracht. Eine Besonderheit in der Umsetzung ist, dass die im Baubereich bestehenden Fernbahngleise und S-Bahn-Gleise während der Bauzeit betriebstüchtig gehalten werden müssen


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Als Zuführung Ober-/Untertürkheim wird der Bahntunnel beschrieben, der den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof mit Obertürkheim und Untertürkheim verbindet. Der Vortrieb der beiden Tunnelröhren findet vom Zwischenangriff Ulmer Straße aus statt.


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Die Rettungszufahrt für den für den Tunnel Ober-/Untertürkheim liegt in Untertürkheim an der Benzstraße auf Höhe des Mercedes-Benz-Werkes. Die Benzstraße wird während der Bauzeit entlang der Bahnanlage halbseitig von einer Baustellenfläche belegt.


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Kernstück des Zwischenangriffs ist ein Schacht, der mit 22 Meter Durchmesser in die Tiefe führt. Am seiner Sohle schließt ein Stollen an, der die beiden Hauptröhren des Tunnel Ober-/Untertürkheim schneidet. Von hier aus beginnt der Tunnelvortrieb an den beiden Röhren in jeweils zwei Richtungen.


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Chronologie

Die Linienführung des Tunnels war Gegenstand intensiver Diskussionen. Obwohl die zunächst erwogene Lösung mit Brücken zur Neckarüberquerung wirtschaftlich günstiger gewesen wäre, wurde schließlich der – teurere und bautechnisch anspruchsvollere – durchgehend unterirdische Verlauf gewählt. Der Antrag auf Planfeststellung wurde am 30. August 2002 gestellt. Das Vorhaben wurde vom 29. bis 31. März 2004 erörtert. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 16. Mai 2007.

Vergaben
Der Bauauftrag für den Tunnel Obertürkheim und den Fildertunnel wurde am 30. Juli 2011 an eine Arbeitsgemeinschaft unter Führung der PORR-Gruppe vergeben. Das Auftragsvolumen beträgt rund 750 Millionen Euro. Die Bauarbeiten werden rund fünf Jahre in Anspruch nehmen.


Planfeststellungsbeschluss | PFA 1.6a
Erläuterungsbericht Teil II. | PFA 1.6a
Erläuterungsbericht Teil III. | PFA 1.6a
2. Planänderung | PFA 1.6a
3. Planänderung | PFA 1.6a
3. Planänderung - Korrektur | PFA 1.6a
4. Planänderung | PFA 1.6a
5. Planänderung | PFA 1.6a

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