Faktencheck
Wird die Stadt durch die Baumaßnahmen für Stuttgart 21 stark belastet?
Stuttgart 21 wird eine Großbaustelle mit sich bringen. Diese belastet ihre direkt Umgebung mit Lärm und Schmutz. Doch wie sieht diese Belastung konkret aus? Große Teile der Baustelle befinden sich unter der Erde. So zum Beispiel die Bauarbeiten am Fildertunnel, der vom Hauptbahnhof aus Richtung Flughafen führen wird. Ebenso die Bauarbeiten am Tunnel nach Feuerbach oder am unterirdischen Schienenring im Norden der Stadt. Anders verlief der Bau der unterirdischen Stadtbahn und der S-Bahn in den Siebziger Jahren, für den in weiten Teilen der Stadt oftmals gleichzeitig große Gruben geöffnet wurden. Die Einschränkungen durch Stuttgart 21 werden weitaus weniger tiefgreifend sein.
Beim Bau der künftigen Bahnsteighalle wird nicht in einer großen Grube, sondern 25 kleineren Einzelabschnitten gearbeitet. Die Hälfte der sichtbaren Baustelle wird hinter dem Bonatz-Bau liegen, so dass der Königsstraßenbereich völlig von den Bauarbeiten abgeschottet ist. Erst der zweite Teil bringt Einschränkungen mit sich. Dieser wird im Mittleren Schloßgarten liegen. Dort werden in einem Bereich von etwa 200 Metern Länge und 90 Metern Breite die Gruben für den Bahnhofstrog ausgehoben. Diese Baustelle wird so belastungsarm wie möglich gestaltet. Es wurde bereits ein Logistikkonzept entwickelt, das es möglich macht den Erdaushub über baustelleneigene Straßen abzutransportieren, so dass öffentliche Straßen entlastet werden. Während der Bauarbeiten sollen die Straßen rund um den Hauptbahnhof zu jeder Zeit ihre volle Anzahl an Fahrspuren behalten. Wo es nötig ist, werden während der Bauzeit Lärmschutzwände errichtet. Durch das geringe Ausmaß oberirdischer Baumaßnahmen und ein umfassendes Konzept zur Minderung der Belastung, werden die Baumaßnahmen für Stuttgart 21 das Leben der Bürger in der Stadt nur wenig beeinflussen.










