PFA 2.2 | Albaufstieg
Steckbrief
  • Gesamtlänge

    15 Kilometer

  • Bauwerke

    u.a.:

    • Eisenbahnbrücke

      • Filstalbrücke: 485m

    • Tunnel

      • Boßlertunnel: 8.806m
      • Steinbühltunnel: 4.847m

  • Planfeststellung
    • bestandskräftiger Planfeststellungsbeschluss seit September 2011
Überblick

Im 15 km langen Planfeststellungsbaschnitt 2.2 erklimmt die Neubaustrecke die Schwäbische Alb. Während sich die Autobahn in zahlreichen Kurven bergauf windet, löst sich die Neubaustrecke von der Fernstraße und nimmt den direkten Weg durch den Berg: Der Großteil des Anstiegs wird dabei im 8,8 km langen Boßlertunnel bewältigt – dem längsten Tunnel der Strecke. Bei Mühlhausen im Täle tritt die Trasse kurzzeitig an die Oberfläche, um auf zwei eingleisigen Brücken (485 m und 472 m) das Filstal zu queren. Der übrige Anstieg wird im 4,8 km langen Steinbühltunnel bewältigt. Vor Widderstall (Gemeinde Merklingen) verlässt die Strecke den Tunnel, erreicht ihren mit 742 m den höchsten Punkt und schmiegt sich erneut an die Autobahn an. Am Ende des Abschnitts fällt die im offenen Gelände geführte Strecke bereits wieder ab.

Die beiden Gleise liegen im Bereich des Aufstiegs parallel in Abstand von rund 30 m. Im Anstieg werden Steigungen zwischen 17 und 25 Promille bewältigt.

 

Boßlertunnel und Steinbühltunnel

  • Auftragswert: rund 635 Millionen Euro
  • Auftragnehmer: ARGE Porr / G. Hinteregger & Söhne Baugesellschaft / ÖSTU-Stettin Hoch- und Tiefbau / Swietelsky Tunnelbau
  • Auftragsumfang (Schwerpunkte):

    • Boßlertunnel (8.806 Meter) und
    • Steinbühltunnel (4.847 Meter)

  • Vergabe: 2012

Filstalbrücke

  • Auftragswert: rund 53 Millionen Euro
  • Auftragnehmer: Max Bögl
  • Auftragsumfang (Schwerpunkte): Filstalbrücke (485 Meter)
  • Vergabe: 2013

 

Baustellen
  • Boßlertunnel

    Der Großteil des Albaufstiegs wird im 8,8 km langen Boßlertunnel bewältigt – dem längsten Tunnel der Neubaustrecke. Der Boßlertunnel beginnt bei der Gemeinde Aichelberg und geht auf der Gemarkung von Mühlhausen im Täle direkt in die 85 Meter hohe Filstalbrücke über.

    Aktiv
    Jan 2013
    Dazugehörige Baumaßnahmen
    • Umpfental: Vortrieb ZA Stollen

      Der Zwischenangriff Umpfental besteht aus Baustelleneinrichtungflächen und einem rund 900 Meter langen Stollen, der den Boßlertunnel anbindet. Der Stollen wurde im Sprengvortrieb in Spritzbetonbauweise hergestellt. Durch den Zwischenangriff kann der Bau des 8,8 Kilometer lange Boßlertunnels von seiner Mitte aus in zwei Richtungen gleichzeitig begonnen werden.

      Hauptmaßnahme
      Nov 2013
    • Brücke Aichelberg

      Eine Eisenbahnüberführung (EÜ L1214) bei Aichelberg. Die Trasse der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm führt im Bereich der Autobahnabschlusstelle zukünftig mit einer Brücke über die bestehende L 1214.

      Abgeschlossen
      Okt 2010 - Dec 2011
    • Tunnelvortrieb Boßlertunnel

      Der 8,8 Kilometer lange Boßlertunnel besteht aus zwei Rohren, die alle 500 Meter durch Querschlägen miteinander verbunden sind. Der Boßlertunnel wird mit 250 Stundenkilometern befahrbar sein. Der Tunnelvortrieb findet von zwei Stellen aus statt. Zum einen wird der Tunnel per Maschinenvortrieb vom Portal Aichelberg aus Richtung Ulm gebaut. Zum anderen wurde der Tunnel vom Zwischenangriff Umpfental aus durch einen knapp 950 Meter langen Stollen erschlossen. Dort werden beide Röhren sowohl Richtung Ulm als auch Richtung Stuttgart vorgetrieben. Insgesamt findet der Tunnelvortrieb also an sechs Stellen statt.

      Hauptmaßnahme
    • Portal Aichelberg

      Vom Portal Aichelberg aus wir der 8,8 Kilometer lange Boßlertunnel mit einer Tunnelbohrmaschine der Firma Herrrenknecht aufgefahren.

      Vorabmaßnahme
      Mai 2014
  • Filstalbrücke

    Bei Mühlhausen im Täle tritt die Trasse kurzzeitig an die Oberfläche, um auf zwei eingleisigen Brücken (485 und 472 Meter lang) das Filstal zu queren. Der übrige Anstieg wird im 4,8 Kilometer langen Steinbühltunnel bewältigt.

    Hauptmaßnahme
    Jun 2013
    Dazugehörige Baumaßnahmen
    • Vorbereitende Maßnahmen / Probefundamente

      Die Filstalbrücke wird zwischen Mühlhausen und der Gemarkung von Mühlhausen im Täle errichtet. Notwendige Baustraßen werden erstellt und an die B466 und L1200 angeschlossen. An den Pfeilerstandorten werden Bohrpfähle eingebracht, um deren Tragfähigkeit und Verformungsverhalten bei Probebelastungen zu testen.

      Abgeschlossen
      Apr 2013
  • Steinbühltunnel

    Der 4,8 Kilometer lange Steinbühltunnel liegt auf der Gemarkung von Mühlhausen im Täle und führt Richtung Hohenstadt. Er beschließt den Albaufstieg Richtung Ulm.

    Aktiv
    Jan 2013
    Dazugehörige Baumaßnahmen
    • Portal Hohenstadt / Baugrube Pfaffenäcker

      Von der Baugrube Pfaffenäcker aus werden die Hauptröhren des Steinbühltunnels vorangetrieben. Die Baugrube ist über ein Fließband mit den Deponieflächen verbunden, auf denen der Aushub gelagert wird.

      Hauptmaßnahme
      Jan 2013
    • Tunnelvortrieb Steinbühltunnel

      Der 4,8 Kilometer lange Steinbühltunnel liegt auf der Gemarkung von Mühlhausen im Täle und führt Richtung Hohenstadt. Er besteht aus zwei Tunnelröhren, die alle 500 Meter durch Querstollen miteinander verbunden sind und wird mit 250 Stundenkilometern befahrbar sein.

      Hauptmaßnahme
Anwohnerinformationen liegen aktuell nicht vor
Neubaustrecke Wendlingen–Ulm (NBS)

  • Gesamtstreckenlänge: 59,6 km
  • davon Tunnelstrecke: 30,4 km
  • Streckenhöchstgeschwindigkeit: 250 km/h
  • Tunnel (>500 m): 5
  • Eisenbahnüberführungen: 17
  • Straßenbrücken: 20
  • Geplante Inbetriebnahme: Dezember 2022

  • Umbau Hauptbahnhof Ulm einschließlich Ein- und Durchführung der Neubaustrecke

  • Anschluss Bahnknoten Stuttgart (PfA 2.1 a/b)
    Güterzuganbindung in Wendlingen, acht Kilometer langer Albvorlandtunnel.

  • Albvorland (PfA 2.1 c)
    Im 5 km langen Abschnitt beginnt der Anstieg zur Schwäbischen Alb. Das Teilstück beginnt bei Weilheim an der Teck und führt bis nach Aichelberg

  • Albaufstieg (PfA 2.2)
    Fast der gesamte Abschnitt verläuft im Tunnel: zunächst im 8,8 Kilometer langen Boßlertunnel, dann im 4,8 Kilometer langen Steinbühltunnel.
     
  • Albhochfläche (PfA 2.3)
    Der Streckenverlauf über die Alb von Widderstall bis Dornstadt wird im Wesentlichen durch die Bündelung mit der Autobahn A8 bestimmt.
     
  • Albabstieg (PfA 2.4)
    Bei Dornstadt schwenkt die Neubaustrecke von der Autobahn ab und wird im sechs Kilometer langen Albabstiegstunnel nach Ulm geführt.
     
  • Bahnhofsbereich Ulm (PfA 2.5a 1)
    Im Hauptbahnhof Ulm schließt die Neubaustrecke von Norden her an die Gleise an.
     
  • Donaubrücke Ulm (PfA 2.5a 2)
    Umbau der bestehenden Gleisanlagen und kompletter Neubau des tiefergelegten Bahnhofs.

  • Neu-Ulm 21 (PfA 2.5b)
    Das 2007 fertiggestellte 21er Projekt ist für die Stadt Neu-Ulm im Kleinen, was in Stuttgart im Großen geplant ist: Die Bahnanlagen wurden unter die Erde gelegt, modernisiert und auf das für den Bahnbetrieb im 21. Jahrhundert notwendige Maß reduziert. Die dadurch freigewordene Fläche von 18 Hektar steht seither der Stadtentwicklung zur Verfügung.

Die Deutsche Bahn AG, der Bund (inclusive EU-Fördermittel) und das Land Baden–Württemberg tragen das Projekt.

Der Finanzierungsrahmen liegt bei 3,703 Milliarden Euro.

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