PFA 2.1 a/b | Albvorland: Wendlingen-Kirchheim (Anschluss Bahnknoten Stuttgart)
Steckbrief
  • Gesamtlänge

    11,1 Kilometer

  • Bauwerke

    u.a.:

    • Straßenbrücke

      • SÜ L 1250

    • Eisenbahnbrücken

      • Neckarbrücke: 136m
      • EÜ Neckartalbahn und L 1250
      • EÜ Obere Gießnau

    • Tunnel

      • Kleine Wendlinger Kurve: 494m
      • unter BAB A8: 173m
      • Albvorlandtunnel: 8.176m

  • Planfeststellung
    • bestandskräftiger Planfeststellungsbeschluss seit dem 25.03.2015
Überblick

An der Neckarbrücke Wendlingen beginnt der erste Planfeststellungsabschnitt der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm. Das 9 km lange Teilstück schließt sich nahtlos an die im Rahmen von Stuttgart 21 entstehende Hochgeschwindigkeitsstrecke aus Stuttgart an.

Im Bereich der 136 m langen Brücke über den Neckar liegt dabei der mit rund 270 Höhenmetern tiefste Punkt der rund 60 km langen Neubaustrecke. Züge nach Tübingen biegen hier rechts ab und fädeln über die Kleine Wendlinger Kurve auf die Strecke nach Tübingen ein.

Richtung Ulm geht es dagegen auf geradem Weg weiter. Im 8,2 km langen Albvorlandtunnel löst sich die südlich an Lindorf vorbeiführende Trasse kurzzeitig von der A 8, die Lindorf nördlich umfährt. Rund ein Kilometer vom Tunnelbeginn entfernt, fädelt die aus Wendlingen kommende Güterzuganbindung in die Strecke Richtung Ulm ein. Bei Kirchheim (Teck) trifft der Tunnel wieder auf die Autobahn und taucht schließlich vor Jesingen wieder auf. Nach zwei weiteren Kilometern endet der Planfeststellungsabschnitt 2.1 a/b.

Die beiden eingleisigen Tunnelröhren des Albvorlandtunnels liegen dabei beinahe ebenerdig unter dem Gelände. Die Kleine Wendlinger Kurve und die Güterzuanbindung sind jeweils rund ein Kilometer lang und mit jeweils 80 km/h befahrbar. Auf den beiden eingleisigen Verbindungsstrecken entstehen rund 400 m bzw. 200 m lange Tunnel.

 

 

Streckenabschnitt Neckartal

  • Auftragswert: rund 24 Millionen Euro
  • Auftragnehmer: ARGE Max Bögl / Leonhard Weiss
  • Auftragsumfang (Schwerpunkte)

    • Eisenbahnüberführung Neckartal (136 Meter),
    • Eisenbahnüberführung Neckartalbahn (59 Meter)

  • Vergabe: 2015

Streckenabschnitt Albvorlandtunnel

  • Auftragswert: rund 380 Millionen Euro
  • Auftragnehmer: Implenia
  • Auftragsumfang (Schwerpunkte):

    • Albvorlandtunnel (8.176 Meter),
    • Tunnel Wendlinger Kurve (494 Meter),
    • Tunnel Güterzuganbindung (173 Meter)

  • Vergabe: 2015

Streckenabschnitt Kirchheim unter Teck

  • Auftragswert: rund 8 Millionen Euro
  • Auftragnehmer: ARGE Leonhard Weiss / Fischer Weilheim
  • Auftragsumfang (Schwerpunkte): 1,6 Kilometer Streckenbau
  • Vergabe: 2015

Baustellen
  • Albvorlandtunnel

    Der Albvorlandtunnel beginnt unmittelbar nach der Neckarüberquerung der Neubaustrecke und führt mit 8.176 Meter Länge an Kirchheim unter Teck vorbei.

    Aktiv
    Dez 2015
  • Neckartal

    Die 136 Meter lange Neckarbrücke überspannt die K1219 und den Neckar. Dahinter liegt die knapp 60 Meter lange Brücke Neckartal, die die L1250 und die Neckartalbahn überspannt.

    Aktiv
    Dez 2015
Anwohnerinformationen liegen aktuell nicht vor
Neubaustrecke Wendlingen–Ulm (NBS)

  • Gesamtstreckenlänge: 59,6 km
  • davon Tunnelstrecke: 30,4 km
  • Streckenhöchstgeschwindigkeit: 250 km/h
  • Tunnel (>500 m): 5
  • Eisenbahnüberführungen: 17
  • Straßenbrücken: 20
  • Geplante Inbetriebnahme: Dezember 2022

  • Umbau Hauptbahnhof Ulm einschließlich Ein- und Durchführung der Neubaustrecke

  • Anschluss Bahnknoten Stuttgart (PfA 2.1 a/b)
    Güterzuganbindung in Wendlingen, acht Kilometer langer Albvorlandtunnel.

  • Albvorland (PfA 2.1 c)
    Im 5 km langen Abschnitt beginnt der Anstieg zur Schwäbischen Alb. Das Teilstück beginnt bei Weilheim an der Teck und führt bis nach Aichelberg

  • Albaufstieg (PfA 2.2)
    Fast der gesamte Abschnitt verläuft im Tunnel: zunächst im 8,8 Kilometer langen Boßlertunnel, dann im 4,8 Kilometer langen Steinbühltunnel.
     
  • Albhochfläche (PfA 2.3)
    Der Streckenverlauf über die Alb von Widderstall bis Dornstadt wird im Wesentlichen durch die Bündelung mit der Autobahn A8 bestimmt.
     
  • Albabstieg (PfA 2.4)
    Bei Dornstadt schwenkt die Neubaustrecke von der Autobahn ab und wird im sechs Kilometer langen Albabstiegstunnel nach Ulm geführt.
     
  • Bahnhofsbereich Ulm (PfA 2.5a 1)
    Im Hauptbahnhof Ulm schließt die Neubaustrecke von Norden her an die Gleise an.
     
  • Donaubrücke Ulm (PfA 2.5a 2)
    Umbau der bestehenden Gleisanlagen und kompletter Neubau des tiefergelegten Bahnhofs.

  • Neu-Ulm 21 (PfA 2.5b)
    Das 2007 fertiggestellte 21er Projekt ist für die Stadt Neu-Ulm im Kleinen, was in Stuttgart im Großen geplant ist: Die Bahnanlagen wurden unter die Erde gelegt, modernisiert und auf das für den Bahnbetrieb im 21. Jahrhundert notwendige Maß reduziert. Die dadurch freigewordene Fläche von 18 Hektar steht seither der Stadtentwicklung zur Verfügung.

Die Deutsche Bahn AG, der Bund (inclusive EU-Fördermittel) und das Land Baden–Württemberg tragen das Projekt.

Der Finanzierungsrahmen liegt bei 3,703 Milliarden Euro.

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