PFA 1.5 | Zuführung Feuerbach/Bad Cannstatt
Steckbrief
  • Gesamtlänge

    12,6 Kilometer

    • Zuführung Feuerbach: 3,6 km
    • Zuführung Bad Cannstatt: 4,4 km
    • Anpassung S-Bahn: 4,6 km
  • Bauwerke

    u. a.:

    Tunnel

    • Feuerbach: 3.026 m
    • Bad Cannstatt: 3.507 m
    • S-Bahn-Tunnel Rosenstein: 1.170 m
    • S-Bahn-Tunnel: 1.157 m

    Eisenbahnüberführungen

    • Neckarbrücke: 355 m
    • EÜ Borsigstraße

    S-Bahn Station Mittnachtstraße

  • Planfeststellung

    bestandskräftiger Planfeststellungsbeschluss vom 13. Januar 2007

Überblick

Grundsätzlich ist mit dem PfA 1.5 beabsichtigt, die vorhandene Eisenbahninfrastruktur aus Richtung Bad Cannstatt und Feuerbach und den neuen Abstellbahnhof in Untertürkheim, mit dem neuen Hauptbahnhof zu verbinden.

  • Der Tunnel Feuerbach beginnt im Bahnhof Feuerbach und führt von dort auf direkten Weg zum neuen Hauptbahnhof. Allein dieser um einen Kilometer verkürzte und auf bis zu 160 km/h beschleunigte Weg verkürzt die Fahrzeit für Reisende aus Richtung Feuerbach um zwei bis drei Minuten.

  • Der Tunnel Bad Cannstatt führt von der neuen Neckarbrücke Bad Cannstatt unter dem Rosensteinpark und dem Nordbahnhof hindurch zum neuen Hauptbahnhof.

  • Für die S-Bahn entsteht ein neuer Rosensteintunnel unter dem Rosensteinpark. Er führt von der neuen Neckarbrücke Bad Cannstatt zum neuen Bahnhof Mittnachtstraße.

Zwischen den Neckarportalen der Tunnel Bad Cannstatt und Rosenstein sowie dem Bahnhof Bad Cannstatt entsteht eine neue viergleisige Neckarbrücke. Im Anschluss daran wird auch der westliche Teil des Bahnhofs Bad Cannstatt neu gestaltet.

Der neue Bahnhof Mittnachtstraße entsteht parallel zur Rosensteinstraße auf Höhe des heutigen Abstellbahnhofs, zwischen dem Nordbahnhof- und dem neuen Stadtquartier Rosenstein. Aus Richtung Bad Cannstatt wird er über den neuen Rosensteintunnel erreicht, vom Nordbahnhof kommend werden die Gleise in einer nach oben offenen Rampe geführt. Richtung Hauptbahnhof entsteht ein neuer S-Bahn-Tunnel am westlichen Rand der heutigen Gleisanlagen, der auf Höhe der heutigen Tunnelrampe an den Bestand anschließt. Für rund 20.000 Fahrgäste, die "über Eck" zwischen Nordbahnhof und Bad Cannstatt bislang am Hauptbahnhof umsteigen, verkürzt die neue S-Bahn-Station den Weg spürbar.

Die Tunnel verlaufen weitgehend in zwei voneinander getrennten, eingleisigen und durch Rettungsstollen verbundene Röhren. In den Röhren werden Abzweige baulich vorbereitet, die langfristig und ohne wesentliche Einschränkung des Betriebs zu einem noch weiter gehenden Ausbau des Bahnknotens Stuttgart genutzt werden können: Im Rahmen der P-Option würden zwei zusätzliche Gleise aus Richtung Feuerbach auf Höhe des Pragfriedhofs in den Tunnel Bad Cannstatt einfädeln. Die T-Spange sieht darüber hinaus eine direkte S-Bahn-Verbindung zwischen Bad Cannstatt und Feuerbach vor. Auch die Realisierung des Nordkreuzes, eines neuen Umstiegepunktes am Nordbahnhof und der Aufwertung der Gäubahn als zweite S-Bahn-Stammstracke (mit zusätzlichen Haltepunkten) wird offengehalten.

Darüber hinaus berücksichtigen die Planungen im PfA 1.5 später das sogenannte Nordkreuz zu realisieren, ohne Änderungen an den neuen Bahngleisen für S21 vornehmen zu müssen. Wesentlicher Bestandteil des Nordkreuzes ist neben den bereits genannten "P-Optionen" und der "T-Spange", die Gäubahn zu einer zweiten S-Bahn-Stammstrecke zu ertüchtigen mit dem direkten Anschluß an die S-Bahn-Gleise nach Bad Cannstatt und Feuerbach.

 

Baustellen
  • Bahnhof Feuerbach

    Um den neuen Fernbahntunnel zwischen Feuerbach und Stuttgart an das bestehende Netz in Feuerbach anschließen zu können, müssen verschiedene Umbaumaßnahmen im Feuerbacher Bahnhof umgesetzt werden.

    Aktiv
    Okt 2012
  • Tunnel Feuerbach

    Zwei eingleisige, bergmännisch aufzufahrende Tunnelröhren führen weitgehend parallel in weitem Bogen unter dem Kriegsberg und dem Killesberg hindurch.

    Aktiv
    Sep 2013
    Dazugehörige Baumaßnahmen
    • Verzweigungsbauwerk Kriegsbergstraße

      Aus zwei zweigleisigen Röhren werden im Verzweigungsbauwerk Kriegsbergstraße vier eingleisige Röhren.

      Baumaßnahme
  • Tunnel Bad Cannstatt

    Der Tunnel Bad Cannstatt verbindet den Hauptbahnhof Stuttgart und Bad Cannstatt.

    Baustelle
    Feb 2013
    Dazugehörige Baumaßnahmen
    • Tunnelvortrieb

      <p>Der Vortrieb der Hauptröhren in Richtung Bad Cannstatt und in Richtung Hauptbahnhof erfolgte vom Verbindungsbauwerk am Zwischenangriff Nord. Diese wurden bergmännisch vorgetrieben und in spritzbetonbauweise gebaut. Der Tunnel Bad Cannstatt verbindet die Neckarbrücke Bad Cannstatt und den Hauptbahnhof Stuttgart.</p>

      Baumaßnahme
      Mär 2014
    • Kreuzungsbauwerk Ehmannstraße

      Der Vortrieb des zweigleisigen Tunnels S-Bahn erfolgt von der offenen Baugrube Kreuzungsbauwerk. Die Rettungszufahrt am Kreuzungsbauwerk diente als Zwischenangriff für den Tunnel S-Bahn. Außerdem kreuzen hier S-Bahn und Fernbahntunnel Bad Cannstatt.

      Baumaßnahme
    • Zwischenangriff Nord

      Über den Zwischenangriff Nord, einen 26 Meter tiefen Schacht im Bereich des Nordbahnhofs, wurde der Tunnel Bad Cannstatt jeweils in Richtung Hauptbahnhof und in Richtung Neckar aufgefahren. Nicht nur um den Tunnel von dort vorzutreiben, sondern auch viele logistische Erleichterungen machen den Zwischenangriff zu einem wichtigen Bestandteil für den Bau des Tunnels Bad Cannstatt.

      Baumaßnahme
    • Zwischenangriff Rosenstein

      Der Zwischenangriff Rosenstein ist der Zielschacht der Vortriebe Fernbahn vom Zwischenangriff Nord und ist gleichzeitig der Startschacht für die Vortriebe des Fernbahntunnels Bad Cannstatt Richtung Neckar. Darüber hinaus werden die Innenschale der Fernbahntunnel bis zum Verzweigungsbauwerk Kriegsberg am neuen Durchgangsbahnhof von hier aus gebaut.

      Baumaßnahme
    • Verzweigungsbauwerk Kriegsbergstraße

      Aus zwei zweigleisigen Röhren werden im Verzweigungsbauwerk Kriegsbergstraße vier eingleisige Röhren.

      Baumaßnahme
    • Entrauchungsbauwerk Heilbronner Straße

      Über das Entrauchungsbauwerk Heilbronner Straße kann der Tunnel Bad Cannstatt im Brandfall belüftet und entraucht werden.

      Baumaßnahme
    • Portal Rosenstein

      Das Portal Rosenstein markiert das Ende des Tunnels Bad Cannstatt kurz vor der neuen Brücke über den Neckar. Hier befindet sich nebenan auch das Portal des neuen S-Bahn-Tunnels, der auf einer eigenen neuen Trasse Bad Cannstatt und den bestehenden S-Bahn-Halt mit dem Hauptbahnhof verbindet.

      Baumaßnahme
  • S-Bahn

    Die S-Bahn wird künftig vom Hauptbahnhof bis zur Neckarbrücke in Tunneln liegen sowie einen neuen Bahnhof auf Höhe der Mittnachtstraße anfahren.

    Aktiv
    Okt 2013
    Dazugehörige Baumaßnahmen
    • S-Bahn-Station Mittnachstraße

      An der Nahtstelle zwischen dem Nordbahnhofviertel und dem von der Stadt Stuttgart unter Beteiligung der Bürger geplanten neuen&quot;Stadtquartier Rosenstein&quot; entsteht für alle S-Bahnlinien die neue S-Bahn-Station Mittnachtstraße.

      Hauptmaßnahme
    • Kreuzungsbauwerk Ehmannstraße

      Der Vortrieb des zweigleisigen Tunnels S-Bahn erfolgt von der offenen Baugrube Kreuzungsbauwerk. Die Rettungszufahrt am Kreuzungsbauwerk diente als Zwischenangriff für den Tunnel S-Bahn. Außerdem kreuzen hier S-Bahn und Fernbahntunnel Bad Cannstatt.

      Baumaßnahme
  • Neckarbrücke

    Die neue Neckarbrücke ist etwa 345 Meter lang. Über die Brücke werden zwei S-Bahn Gleise sowie zwei Fernbahngleise geführt. Fußgänger und Radfahrer können eine an die Brücke angehängte Geh- und Radwegüberführung zur Querung des Neckars nutzen.

    Hauptmaßnahme
    Jun 2016
Anwohnerinfomationen
  • Arbeiten am Zwischenangriff Prag
    • Umbau des Zwischenangriffs Prag
    Montag, 12. Oktober 2020 bis August 2021
  • Nächtliche Abbrucharbeiten für Bau des S-Bahn-Tunnels
    • Abbrucharbeiten für den Bau des neuen S-Bahn-Tunnels
    Freitag, 27. November 2020, bis Mittwoch, 9. Dezember 2020
  • Arbeiten am Zwischenangriff Prag
    • Rückbau der Asphaltstraße
    30. November 2020 bis Ende 2020
Neuordnung Bahnknoten Stuttgart (S21)

  • Gesamtstreckenlänge: 57 km
  • davon Schnellfahrstrecke: 20 km
  • davon Tunnel- und Durchlassstrecke: 33 km
  • Anzahl Tunnel und Durchlässe: 16
  • Anzahl Brücken: 44
  • Anzahl Personenbahnhöfe: 3
  • Abstellbahnhof: 1
  • Geplante Inbetriebnahme: Dezember 2025
  • Geschwindigkeit: max. 250 km/h

  • Talquerung der Innenstadt mit Hauptbahnhof (PfA 1.1)
    Talquerung in der Stuttgarter Innenstadt und alle Baumaßnahmen, die mit dem neuen Durchgangsbahnhof sowie der Verlegung der Stadtbahnen in Verbindung stehen.
     
  • Fildertunnel (PfA 1.2)
    9,5 Kilometer langer Tunnel vom Hauptbahnhof bis auf die Filderebene
     
  • Filderbereich mit Flughafenanbindung (PfA 1.3)
    Oberirdischer Verlauf der Neubaustrecke vom Portal des Fildertunnels bis zur Gemarkungsgrenze der Stadt Stuttgart, einem neuen Bahnhof am Flughafen- und Messegelände und Anpassungen an der Filder- und Gäubahn.
     
  • Filderbereich bis Wendlingen  (PfA 1.4)
    Rund zehn Kilometer lange Neubaustrecke von der Gemarkungsgrenze der Stadt Stuttgart bis nach Wendlingen.
     
  • Zuführung Feuerbach und Bad Cannstatt (PfA 1.5)
    Fern- und Regionalverbindung aus Feuerbach beziehungsweise Bad Cannstatt zum Hauptbahnhof sowie der Umbau der S-Bahn im Streckenabschnitt Nordbahnhof und Bad Cannstatt bis Hauptbahnhof.
     
  • Zuführung Ober-/Untertürkheim (PfA 1.6a)
    Östlicher Teil des Rings, vom Hauptbahnhof über Stuttgart-Wangen nach Obertürkheim, Untertürkheim und Bad Cannstatt.
     
  • Abstellbahnhof Untertürkheim (PfA 1.6b)
    Entsteht auf dem Gelände des heutigen Güterbahnhofs.

Die Deutsche Bahn AG, der Bund (inkl. EU-Fördermittel), das Land Baden-Württemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, die Flughafen Stuttgart GmbH und der Verband Region Stuttgart tragen das Projekt.

Der Finanzierungsrahmen liegt bei 8,2 Milliarden Euro (nach Beschluss des Bahnaufsichtsrats vom 26.01.2018).

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