Albvorland: Kirchheim-Aichelberg | PfA 2.1c

Überblick

Im 5 km langen Planfeststellungsabschnitt 2.1c beginnt der Anstieg zur Schwäbischen Alb. Das Teilstück beginnt bei Weilheim an der Teck und führt bis nach Aichelberg. Die Strecke verläuft dabei zunächst, auf Geländeniveau und in enger Bündelung mit der A8, bis zum Rastplatz "Vor dem Aichelberg". Dort taucht die Trasse in einen 250 m langen Tunnel ein, in dem der 16 km lange Anstieg zur Schwäbischen Alb beginnt. In einem 1,5-km-Teilstück mit kurzer 31 Promille Steigung löst sich die Neubaustrecke aus der Bündelung mit der Autobahn, der sie bis dahin gefolgt war. Vor dem Westportal des Boßlertunnels endet der Abschnitt.

Neben dem Tunnel sind drei 50 bis 60 m lange Brücken über die Lindach sowie die Landesstraßen 1200 und 1214 vorgesehen.


  • Auftragswert: rund 39 Millionen Euro
  • Auftragnehmer: ARGE Leonhard Weiss / Fischer Weilheim
  • Auftragsumfang (Schwerpunkte):

    • Tunnel "Rastplatz vor dem Aichelberg" (253 Meter),
    • zwei Eisenbahnüberführungen,
    • Hochwasserrückhaltebecken Seebach

  • Vergabe: 2015 

  • Bauart zweigleisiger Eisenbahntunnel in offener Bauweise, Rechteckprofil
  • Abmessungen Länge: 253 Meter, lichte Breite 12,30 Meter, lichte Höhe 7,70 Meter

  • Höchstgeschwindigkeit 250 km/h
  • Dauer der Durchfahrt knapp vier Sekunden

  • Bauzeit (Rohbau)

    • Block 22–26 und Portal Ost: 08/2016–12/2016
    • Block 1–21 und Portal West: 04/2017–11/2017

  • Tunnelblöcke 26 Tunnelblöcke (Regellänge 8,80 Meter je Block) zuzüglich Portalblock Ost und Portalblock West
  • Reihenfolge Herstellung Block 22 bis 26/Portal Ost, Block 3 bis 21, Block 2 bis 1/Portal West
  • Betonierabschnitte Sohle, zweimal Wände, Decke
  • Verbau 4.000 Quadratmeter
  • Aushub 35.000 Kubikmeter

  • Stahlmenge 2.700 Tonnen (120 Lkw)
  • Betonmenge 12.500 Kubikmeter (1.700 Lkw)

  • Auftragnehmer ARGE NBS Weilheim an der Teck (LEONHARD WEISS/FISCHER Weilheim)
  • Umfang Auftrag

    • Tunnel „Rastplatz vor dem Aichelberg“
    • Eisenbahnüberführung Lindach
    • Straßenüberführung Holzmader Straße
    • Hochwasserrückhaltebecken mit 80.000 Kubikmeter Stauvolumen
    • Grundwasserwanne
    • Lärmschutzwände
    • Stützwände
    • Seitenablagerungen und Abrollwälle

  • Vergabe 2015
  • Auftragswert rund 39 Millionen Euro



Chronologie

Als erster Abschnitt der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm ging der Abschnitt 2.1c am 27. April 1998 ins Planfeststellungsverfahren. Das Vorhaben wurde am 4. und 5. November 1998 in der Limburghalle in Weilheim öffentlich erörtert. Als erster Abschnitt des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm erging am 13. August 1999 der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt. Seit April 2002 besteht uneingeschränktes Baurecht.

Für die Linienführung im Bereich des Rastplatzes Aichelberg wurden im Rahmen der Planung acht verschiedene Varianten sowie Untervarianten näher untersucht. Die Lösung mit einer kurzzeitigen Steigung von 31 Promille erwies sich dabei als die insgesamt beste Lösung.

Im Herbst 2010 begannen erste bauvorbereitende Maßnahmen für die Brücke über die Landesstraße 1214 bei Aichelberg. Die Bauarbeiten wurden Ende August 2011 abgeschlossen.


Planfeststellungsbeschluss | PfA 2.1c
Erläuterungsbericht Teil A. | PFA 2.1c
Erläuterungsbericht zum Ergänzungsverfahren | PFA 2.1c
1. Planänderung | PFA 2.1c
2. Planänderung | PFA 2.1c
4. Planänderung | PFA 2.1c

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