Neu-Ulm 21 | PFA 2.5b

Überblick

Das 2007 fertiggestellte 21er Projekt ist für die Stadt Neu-Ulm im Kleinen, was in Stuttgart im Großen geplant ist: Die Bahnanlagen wurden unter die Erde gelegt, modernisiert und auf das für den Bahnbetrieb im 21. Jahrhundert notwendige Maß reduziert. Die dadurch freigewordene Fläche von 18 Hektar steht seither der Stadtentwicklung zur Verfügung.

Auf einer Länge von sechs Kilometern wurden die Bahnstrecke Ulm–Augsburg und die Bahnstrecke Ulm–Kempten neu verlegt. Der Bahnhof Neu-Ulm wurde von 16 auf 4 Gleise zurückgebaut und gleichzeitig die zulässige Geschwindigkeit für durchfahrende Fernzüge auf 160 km/h angehoben. Darüber hinaus wurde der Containerbahnhof nach Dornstadt bei Ulm verlegt sowie mehr als acht Kilometer Schallschutzwände und ein neues Elektronisches Stellwerk errichtet. Die Strecke nach Kempten wurde bis zum Haltepunkt Finninger Straße, der ebenfalls modernisiert wurde, zweigleisig ausgebaut.


  • Einzigartige Architektur („Bubbles“)

  • Behindertengerechte Ausstattung und Erschließung

  • Park&Ride-Anlage mit 120 Stellplätzen

  • DB Service Store mit integriertem Fahrscheinverkauf

  • Gesamtlänge: 6.000 Meter, Gleise auf 3.600 Metern abgesenkt und auf 1.500 Metern in Troglage

  • "Feste Fahrbahn" im Trog und besonderer Schotteroberbau zur Schallreduzierung

  • 135.000 Kubikmeter Beton verbaut

  • 600.000 Kubikmeter Erdmasse bewegt

  • 12.000 Tonnen Stahl verbaut

  • 16.000 Meter Gleise verlegt

  • 8.000 Meter Schallschutz errichtet, Wandverkleidung mit hoch absorbierenden Schallschutzelementen

  • Donaubrücke viergleisig ausgebaut (vorgezogener PfA 2.5a2)

  • Zweigleisiger Ausbau der Abzweigung ins Allgäu bis zur Haltestelle "Finninger Straße"

  • Modernisierung Haltepunkt "Finninger Straße"

  • 18 Hektar städtebauliche Entwicklungsfläche durch Verlagerung und Rückbau von nicht benötigten Gleisanlagen.


Chronologie

Ende 1997 unterzeichneten der Bund, das Land Bayern, die Stadt Neu-Ulm und die Deutsche Bahn eine Rahmenvereinbarung zur Realisierung des Projekts. Nach einem städtebaulichen Gutachterverfahren beschloss der Stadtrat von Neu-Ulm 1998 den städtebaulichen Rahmenplan für das Projekt. Das Planfeststellungsverfahren wurde im März 1999 eingeleitet, der Erörterungstermin fand im Dezember gleichen Jahres statt.

Am 18. September 2003 wurde der erste Spatenstich gefeiert. Nach vierjähriger Bauzeit wurde das Projekt in zwei Stufen am 18. März 2007 (Regionalgleise) und 24. November 2007 (Ferngleise) in Betrieb genommen. Insgesamt wurden rund 160 Millionen Euro investiert.